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Bauern fordern bundesweit bessere Preise für ihre Erzeugnisse

Traktoren in Dresden unterwegs Bauern fordern bundesweit bessere Preise für ihre Erzeugnisse

Knatternde Traktoren in der Stadt: Lautstark haben Sachsens Landwirte gegen Niedrigpreise bei Milch, Eiern und Fleisch protestiert. Mehr als 200 Traktoren seien unterwegs gewesen, sagte Manfred Uhlemann, Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes.

Traktoren rollen am Mittwoch in Dresden über den Dr.-Külz-Ring.

Quelle: sl

Dresden/Berlin. Knatternde Traktoren in der Stadt: Lautstark haben Sachsens Landwirte gegen Niedrigpreise bei Milch, Eiern und Fleisch protestiert. Mehr als 200 Traktoren seien unterwegs gewesen, sagte Manfred Uhlemann, Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes, am Mittwoch. In Dresden rollten rund 20 Fahrzeuge durch die Stadt, mit jeweils 60 Traktoren versammelten sich Landwirte vor dem Völkerschlachtdenkmal und an der Messe in Leipzig, um sich in der Innenstadt zu treffen. Auch in Bautzen, Chemnitz und Annaberg-Buchholz beteiligten sich Bauern an dem bundesweiten Aktionstag.

Bundesweit haben am Mittwoch Landwirte bessere Preise für Milch, Fleisch und Getreide gefordert.

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An Infoständen kamen die Landwirte mit Verbrauchern ins Gespräch und warben für Solidarität. Die Bauern fordern vor allem einen höheren Anteil vom Verkaufspreis der Lebensmittel. „Derzeit verdient vor allem der Handel“, kritisierte Uhlemann. Seit Monaten machen den Bauern fallende Erzeugerpreis vor allem für Milch- und Schweinefleisch zu schaffen. Immer mehr Betriebe schreiben laut Verband rote Zahlen.

„Sachsens Landwirte leiden unter dem ruinösen Wettbewerb auf dem Lebensmittelmarkt“, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Frank Heidan. Durch die geplante Fusion von Edeka und Kaisers-Tengelmann verschärfe sich die Situation. Um die Krise zu bewältigen fordern dagegen die Linken, dass die Milchmenge reguliert wird und die Bauern einen Mindestabnahmepreis für die Milch bekommen.

Erst vor wenigen Tagen hat Sachsen hat zur Unterstützung notleidender Landwirte eine entsprechende Initiative in den Bundesrat eingebracht. Unter anderem wird die Einführung eines Liquiditätshilfe- und Bürgschaftsprogrammes mit günstigen Krediten vorgeschlagen.

Die Maßnahme ist aus Sicht der Grünen allerdings ungeeignet. „Neue Kredite treiben die Bauern immer tiefer in die Krise“, so der agrarpolitische Sprecher Wolfram Günther. Stattdessen fordern die Grünen, auf Qualität statt Quantität zu setzen und regionale Vermarktung stärker zu fördern.

dpa

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