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Banken informieren ungenügend über Dispo-Kredite

Verbraucherschützer: Banken informieren ungenügend über Dispo-Kredite

Fast jedes Girokonto erlaubt eine Überziehung. Dafür werden Zinsen fällig. Doch zu welchen Bedingungen bieten Banken und Sparkassen diese Möglichkeit an? Wer das online herausfinden will, hat Verbraucherschützern zufolge schlechte Karten.

Quelle: dpa

Leipzig. Verbraucher finden einer Studie zufolge bei den Online-Angeboten von Banken nur unzureichende Informationen über die Bedingungen für Dispokredite. Angaben zu den Konditionen müssten oft aufwendig an verschiedenen Stellen gesucht werden, kritisierten Experten der Verbraucherzentrale Sachsen am Donnerstag in Leipzig. Wichtige Informationen seien oft auch gar nicht zu finden. Die Verbraucherschützer hatten für ihre repräsentative Studie zwischen Mai und August dieses Jahres die Online-Infos für 1356 Kontoangebote von 371 Banken und Sparkassen analysiert.

„Wer sich über angebotene Dispo-Kredite bei Girokonten informieren will, sollte die Konditionen leicht finden können“, sagte Studienleiterin Carmen Friedrich am Donnerstag. Fast alle Girokonten böten die Möglichkeit für Überziehungskredite, doch die Bedingungen variierten stark. Daher seien gebündelte und leicht zu findende Infos im Netz wichtig.

In Schuldenberatungen der Verbraucherzentrale Sachsen könne der Dispositionskredit immer wieder als Ausgangpunkt für eine Überschuldung identifiziert werden, sagte Geschäftsführerin Andrea Heyer. Der Expertenrat: Wer über Monate hinweg mit mehr als einem Monatsgehalt im Minus sei, sollte sich professionell beraten lassen. Zudem forderten die Verbraucherschützer politische Regelungen, um die Informationen für Dispo-Bedingungen der Banken und Sparkassen zu verbessern. „Ohne ein gesetzliches Zutun wird es kaum gelingen, Transparenz und Klarheit zu schaffen“, sagte Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Die vorgestellten Ergebnisse waren die erste Studie des neuen Projekts Marktwächter Finanzen. Experten sollen geschilderte Verbraucherprobleme bei Banken und Konsumentenkrediten analysieren. Der Marktwächter Finanzen des Bundesverbands der Verbraucherzentralen läuft in fünf Bundesländern mit verschiedenen Schwerpunkten. Bis Ende 2017 wird das Projekt laut Verband mit 12,4 Millionen Euro durch das Bundesjustizministerium gefördert.

dpa

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