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Autobahnbau Prag-Dresden: Tschechische Behörde übt Kritik

Verzögerung Autobahnbau Prag-Dresden: Tschechische Behörde übt Kritik

Das tschechische Kontrollamt NKU hat ein vernichtendes Urteil über den verzögerten Bau der Autobahnverbindung zwischen Prag und Dresden veröffentlicht. Obwohl das Projekt bereits 1984 gestartet wurde, fehlen immer noch 17 Kilometer bis zur endgültigen Fertigstellung.

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Quelle: Arno Burgi / dpa

Prag/Dresden. Das tschechische Kontrollamt NKU hat ein vernichtendes Urteil über den verzögerten Bau der Autobahnverbindung zwischen Prag und Dresden veröffentlicht. Obwohl das Projekt bereits 1984 gestartet wurde, fehlten immer noch 17 Kilometer zwischen den Gemeinden Lovosice und Rehlovice bis zur endgültigen Fertigstellung, heißt es im aktuellen Prüfbericht.

Vergleichbar mit dem Bundesrechnungshof in Deutschland ist in Tschechien das NKU dafür zuständig, die korrekte und sparsame Verwendung von Steuergeldern zu überprüfen. Die Behörde listete in ihrem Bericht aber auch eine Serie von Mängeln im Baufortschritt auf: „Gegenüber den ursprünglichen Plänen verspätet sich die Fertigstellung der Autobahn inzwischen schon um fünfzehn Jahre“, schrieben die Prüfer unter anderem. Und obwohl im Sommer 2013 ein Erdrutsch ein schon fast fertiges Autobahnteilstück verschüttete, habe die für den Bau verantwortliche staatliche Autobahngesellschaft noch immer kein fertiges Konzept vorgelegt, wie ein neuerlicher Schaden dieser Art künftig vermieden werden solle. „Stattdessen wurde dem NKU nur immer wieder beteuert, dass man alle gesetzlichen Vorschriften einhalte“, bemängelt der NKU-Bericht.

Jedes Jahr Bauverzögerung bedeute für Tschechien einen wirtschaftlichen Verlust von über 680 Millionen Kronen (über 25 Millionen Euro), rechnet das NKU vor. Noch weit größer seien aber die Verteuerungen beim Bau selbst: „1993 wurden die Baukosten auf rund drei Milliarden Kronen geschätzt. (...) Doch bisher hat der Bau schon 14 Milliarden Kronen verschlungen. Die endgültige Rechnung wird aber noch höher werden.“

Trotz der Kritik des Kontrollamtes beharrte das Verkehrsministerium in Prag gegenüber tschechischen Medien darauf, dass der Fertigstellungstermin Dezember 2016 eingehalten werde. Letzte Hindernisse wie etwa Gerichtsstreitigkeiten seien inzwischen ausgeräumt, hieß es: „Jetzt wird nach Plan gebaut und es gilt, dass die Autobahn diesen Dezember fertig wird“, sagte Ministeriumssprecher Tomas Nerold der Nachrichtenagentur CTK.

dpa

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