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Ausländische Unternehmer schaffenin Mitteldeutschland 4800 neue Jobs

Investoren Ausländische Unternehmer schaffenin Mitteldeutschland 4800 neue Jobs

Finanzielle Investitionen und neue Arbeitsplätze: Der Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland ist bei Unternehmern aus dem Ausland beliebter denn je. Das belegen Zahlen zu Direktinvestitionen der Wirtschaftsförderung Sachsen und von German Trade & Invest, der Standortmarketinggesellschaft des Bundes.

Der Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland ist bei Unternehmern aus dem Ausland beliebter denn je.

Quelle: dpa

Dresden. Finanzielle Investitionen und neue Arbeitsplätze: Der Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland ist bei Unternehmern aus dem Ausland beliebter denn je. Das belegen Zahlen zu Direktinvestitionen der Wirtschaftsförderung Sachsen und von German Trade & Invest, der Standortmarketinggesellschaft des Bundes. Demnach entstanden allein 2015 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fast 4800 neue Jobs.

„Die Zahl erfolgreicher Projekte ausländischer Direktinvestitionen im Jahr 2015 ist verglichen mit den Vorjahren stark angestiegen“, sagte Alexandra Kruse vom Wirtschaftsministerium Sachsen. Waren es 2014 noch zwölf Projekte mit einem Gesamtvolumen von 93,8 Millionen Euro, seien 2015 bereits 355,8 Millionen Euro in 23 Maßnahmen geflossen. Insgesamt wurden damit 600 neue Arbeitsplätze geschaffen – 300 mehr als noch im Jahr zuvor.

Mit 19 Projekten blieb die Zahl der Unternehmensansiedlungen 2015 in Thüringen verglichen mit dem Vorjahr zwar konstant. Das Investitionsvolumen stieg jedoch deutlich von 250 auf 330 Millionen Euro. Die geschaffenen Stellen verdoppelten sich – 1862 neue Jobs entstanden im vorigen Jahr.

In Sachsen-Anhalt verdoppelten sich die Projekte. Ihre Zahl stieg 2015 von
18 auf 35. Laut dem Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt entstanden dadurch 2315 neue Arbeitsplätze. Damit setzte sich der positive Trend fort. Bereits 2013 und 2014 war Sachsen-Anhalt das ostdeutsche Bundesland mit den meisten ausländischen Investitionen.

In Sachsen investierten vorrangig Unternehmer aus den USA, Österreich, Japan und der Schweiz. Sie konzentrierten sich dabei vorrangig auf den Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, pharmazeutische Produkte sowie Holz-, Flecht- und Korbwaren. Vier Millionen Euro nahm etwa die japanische Firma Jade in die Hand und fertigt seit März 2015 in Dresden hoch entwickelte Sensoren und Komponenten, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden. 15 neue Arbeitsplätze entstanden.

In Thüringen waren es in erster Linie US-amerikanische und asiatische Firmen, die aus den Branchen Automotive, Informationstechnologie, Maschinenbau und Kunststoffindustrie stammen. In Sachsen-Anhalt investierten vor allem Unternehmen aus den USA, den Niederlanden, Belgien, Italien sowie der Schweiz in
die Branchen Chemie, Informationstechnologie, Nahrungsmittel, Logistik und Maschinenbau.

„Der Industrie- und Wissensstandort Sachsen wird für ausländische Investoren immer attraktiver“, kommentierte Kruse. Das Bundesland überzeuge mit guter Verkehrsanbindung, attraktiven Preisen für Gewerbeflächen und exzellenten Forschungsmöglichkeiten. Das Wirtschaftsministerium in Thüringen führte die positive Entwicklung auf die „attraktive Lage in Mitteleuropa, eine hervorragende infrastrukturelle Anbindung, hoch qualifizierte Fachkräfte sowie renommierte Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen“ zurück. „Sachsen-Anhalt hat sich auch im Ausland erfolgreich als attraktiver und zukunftsfähiger Investitionsstandort etabliert“, unterstreicht das Wirtschaftsministerium in Magdeburg.

Von Oliver Becker

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