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Ausbildungsmodell für Geflüchtete - zwei Millionen Euro

Wissenschaft Ausbildungsmodell für Geflüchtete - zwei Millionen Euro

Sachsen fördert Praktika, Beschäftigung und Ausbildung Geflüchteter an außeruniversitären Forschungsinstituten. Für sie und ähnliche Vorhaben stehen im Doppelhaushalt 2017/2018 bis zu einer Million Euro jährlich bereit.

Die Förderung kommt vielen geflüchteten Wissenschaftlern zugute, wie beispielsweise dem Maschinenbauingenieur Abdl Rahman Ismail aus Syrien.

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Forschungseinrichtungen von Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft in Sachsen haben ein Modell zur Integration anerkannter Flüchtlinge und Asylberechtigter entwickelt. Die Initiative zu ihrer Aufnahme als Praktikanten, Auszubildende oder Beschäftigte wird vom Wissenschaftsministerium unterstützt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages zum Doppelhaushalt 2017/2018 sollen Forschungsgemeinschaften mit je einer Million Euro pro Jahr dabei unterstützt werden, sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Donnerstag in Dresden. Fraunhofer, Leibniz sowie die Max-Planck-Gesellschaft haben 2015 eine Initiative zur Integration gegründet, der sich die Helmholz-Gemeinschaft anschloss.

Ohne Einbeziehung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt könne eine erfolgreiche Integration insgesamt nicht gelingen, betonte die Ministerin. „Flüchtlinge bringen Kompetenzen und Kenntnisse mit, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.“ Das könne auch ein Modell für Deutschland sein, inner- und außerhalb der Forschung, und darüber hinaus Schule machen. „Es ist leicht übertragbar, wenn man weiß, wie es geht“, sagte der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme (IPMS) Dresden, Hubert Karl Lakner. Auch Bayern und Baden-Württemberg unterstützten die Integration bei Fraunhofer.

In ihren sächsischen Instituten wollen Fraunhofer und Leibniz bis zu 120 zusätzliche Plätze für Praktika, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung sowie befristete Beschäftigung oder Nebentätigkeit bereit halten. Die Geflüchteten werden entsprechend ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse von Paten betreut, die gezielt fachliche Kontakte, Orientierung und Erfahrung vermitteln. „Forscher sind international aufgestellt und denken global“, erklärte Lakner das Engagement.

Ziel sei, anerkannte Geflüchtete zu befähigen, besser und leichter einen Job in Deutschland zu bekommen oder weiterstudieren zu können, sagte der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, Ralf Eckhard Beyer. Viele hätten einen Bachelor oder Master, andere müssten angelernt werden.

„Es geht auch um sehr individuelle Betreuung durch Mitarbeiter, die auf Interessen und Erfahrungsschatz der Menschen eingehen“, sagte Brigitte Voit vom Leibniz-Institut für Polymerforschung. Zwei dortige Praktikanten haben gerade ein Studium begonnen - und sind nun studentische Hilfskräfte.

dpa

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