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Asylunterkunft in Chemnitz-Einsiedel wird bezogen – Drohungen gegen Polizei

Asyl Asylunterkunft in Chemnitz-Einsiedel wird bezogen – Drohungen gegen Polizei

Nachdem der Freistaat Sachsen am Dienstag bekannt gegeben hat, dass die Asyl-Unterkunft in Chemnitz-Einsiedel mit zunächst 40 Menschen belegt wird, ist im Internet eine massive Welle von Drohungen gegen Politiker und vor allem Polizisten losgebrochen.

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Quelle: dpa

Chemnitz. Nachdem der Freistaat Sachsen am Dienstag bekannt gegeben hat, dass die Asyl-Unterkunft in Chemnitz-Einsiedel mit zunächst 40 Menschen belegt wird, ist im Internet eine massive Welle von Drohungen gegen Politiker und vor allem Polizisten losgebrochen. Gegen das ehemalige Pionierferienlager „Palmiro Togliatti“ in dem Chemnitzer Stadtteil hatte es seit Monaten Proteste und Blockaden gegeben.

Auf Facebook tauchten am Mittag Bilder auf, auf denen sich offenbar Blockierer tätliche Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern. Dazu kamen dann teils wüste Drohungen wie „macht sie fertig“ oder „wir sind die, die euch zerstören“ gegen die Beamten. Die Polizei bestätigte, dass Asylgegner versucht hatten, den Einzug der Menschen zu verhindern. Acht Menschen hätten sich auf der Zufahrtsstraße zu dem ehemaligen Pionierlager den Bussen in den Weg gestellt, sagte eine Polizeisprecherin. Als die Demonstranten die Straße trotz Aufforderung nicht freiwillig geräumt hätten, seien sie von Polizeibeamten zum Teil weggetragen worden.

"Jetzt zeigt sich, wo die Gegner der Einrichtung tatsächlich stehen. Es kommen Frauen und Kinder und trotzdem wird versucht, den Einzug der Flüchtlinge zu blockieren. Macht sich einer von den Blockierern wirklich Gedanken darüber, wie dieses Verhalten auf die ohnehin schon verängstigten Menschen wirkt?, so die Grünen-Landtagsabgeordnete Petra Zais aus Chemnitz. "Nach diesem Vorfall erwarte ich umso mehr, dass der Schutz des Heimes rund um die Uhr gewährleistet ist."

Rund 50 Demonstranten harrten stundenlang aus. Auf einem Plakat hieß es unter anderem "Einsiedel sagt Nein". Die Versammlung löste sich schließlich am späten Nachmittag ohne weitere Vorkommnisse auf. Die Polizei bewertete die Lage als ruhig. Die Einrichtung werde aber in den kommenden Stunden und Tagen aufgrund ihrer "herausragenden Bedeutung" weiter im Auge behalten, sagte der Einsatzleiter gegenüber der dpa. Die Unterkunftsgegner hätten bereits in der Vergangenheit viel Ausdauer bewiesen, daher sei die Polizei weiter in Alarmbereitschaft.

Der Freistaat will in Einsiedel vor allem Familien unterbringen, heißt es. „Die siebzehn Herbergshäuser ermöglichen es, sowohl Ethnien als auch Familien separat unterzubringen“, so die Landesdirektion. Bei den ersten Bewohnern handele es sich um Familien mit Kindern aus Syrien und Afghanistan. Alle seien registriert und hätten eine medizinische Erstuntersuchung durchlaufen.

DNN/dpa

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