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Anke Engelke beleidigt Leipzig mit Nazi-Vergleich

Berlinale-Eröffnung Anke Engelke beleidigt Leipzig mit Nazi-Vergleich

Nazideutschland in Leipzig? Mit einem bösen Vergleich hat Anke Engelke bei der Berlinale-Eröffnung am Donnerstagabend für heftige Diskussionen gesorgt. Und das ausgerechnet bei der Vorstellung von Hollywood-Star George Clooney.

Quelle: dpa

Berlin/Leipzig. Sie riss Gags über die Obergrenzen-Debatte bei Flüchtlingen und das pannengeplagte Berlin, führte in ihrem blauen Kleid charmant durch die rund einstündige Gala. Doch bei der Vorstellung von George Clooney während der Berlinale-Eröffnung am Donnerstagabend erlaubte sich Moderatorin Anke Engelke (50) auch einen üblen Scherz über Leipzig.

Der Eröffnungstag der Berlinale im LVZ-Blog

Vor drei Jahren hatte Hollywood-Star Clooney seinen Film ‚The Monuments Men‘ in Deutschland gedreht. „Viele Millionen Euro wurden dafür verwandt, die düstere Atmosphäre von Nazideutschland herzustellen. Er hätte es billiger haben können: 180 Kilometer im Süden – in Leipzig“, sagte Engelke. Clooney, der mit seiner Ehefrau Amal im Festivalpalast saß und in Leipzig während der Dreharbeiten 2013 übernachtet hatte, quittierte es mit einem verlegenen Lächeln.

Aussage löst Shitstorm aus

Auf Engelkes Facebook-Seite entlud sich am Freitagmorgen ein Shitstorm. „Oberflächlich“ und „voll daneben“ fanden einige die Äußerung. „Sie sind wohl auch nicht mehr ganz sauber im Kopf, wegen 500 Legida-Idioten eine ganze Stadt öffentlich zu denunzieren“, schrieb eine Nutzerin. „Was haben Sie gestern genommen? Ich hoffe, dass Sie nie wieder einen Fuß in diese Stadt setzen!“, polterte ein weiterer Schreiber.

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Es gab aber auch lobende Worte in den Kommentaren: „Liebe Frau Engelke, Ihre Moderation zur Berlinaleeröffnung war schlichtweg eine Sensation. Traumhaft. Gratulation.“ Ein anderer gab Engelke den Rat: „Besuchen Sie Leipzig, diese wunderbare Stadt, und Sie werden Ihre Meinung (hoffentlich) ändern.“

Clooney trifft Merkel

Clooney, der in Berlin die Komödie „Hail, Caesar!“ der Coen-Brüder mit ihm in der Hauptrolle als Eröffnungsfilm präsentierte, ist auch auf politischer Mission in der Hauptstadt. Der 54-Jährige will am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen und mit ihr über Flüchtlinge sprechen.

„Wir wollen sie fragen, was wir tun können“, sagte Clooney. Die USA müssten sich mehr engagieren, forderte er. Der Hollywoodstar lobte Merkel für ihre Flüchtlingspolitik. „Ich bin absolut einverstanden damit.“ (Text mit dpa)

Die Berlinale-Eröffnung im Video bei 3sat (Nazi-Vergleich ab Minute 30:45)

Von Robert Nößler

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