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Analyse der OB-Wahl: Hilbert gewinnt Wahl in den zentrumsnahen Stadtteilen und am Stadtrand

Analyse der OB-Wahl: Hilbert gewinnt Wahl in den zentrumsnahen Stadtteilen und am Stadtrand

Dirk Hilbert ist der klare Sieger der Dresdner Oberbürgermeisterwahl 2015. In 47 von 61 Stadtteilen konnte sich der FDP-Politiker mit den meisten Stimmen durchsetzen.

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Stange punktet weiter im Zentrum, doch Dirk Hilbert konnte sich viel näher ans Zentrum "heranarbeiten"

Quelle: Stadt Dresden

Vor allem auf den Stadtrand konnte sich Hilbert auch im zweiten Wahlgang verlassen. In Schönfeld-Schulwitz sowie in Gönnsdorf-Pappritz holte Hilbert fast 75 Prozent. In 24 Stadtteilen holte Hilbert mindestens 60 Prozent.

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Zwischen Briefwahl und Wahlkabine gab es dieses Mal kaum Unterschiede.

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Zwar bleiben die Innenstadt und vor allem die Neustadt die Problem-Bezirke des neuen Stadtoberhauptes. In einem Wahlbüro der Äußeren Neustadt holte Hilbert gerade einmal zehn Prozent der Stimmen. Doch im Vergleich zum ersten Durchgang konnte Hilbert vor allem die zentrumsnahen Stadtteile rund um die Altstadt für sich gewinnen. Johannstadt, Strehlen, Cotta: Stadtteile, die zuvor fest in Stanges „Hand“ waren, eroberte Hilbert im zweiten Wahlgang. Um bis zu 30 Prozent konnte sich Hilbert in einigen Stadtteilen verbessern, vor allem am Stadtrand sammelte er zusätzliche Stimmen ein.

Zugute kommt dem neuen Bürgermeister dabei, dass er auch dort punkten konnte, wo die Wahlbeteiligung besonders hoch war. Loschwitz, Bühlau und Plauen: In den drei Stadtteilen mit der höchsten Wahlbeteiligung holte Hilbert die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Stange legt nur in Prozenten zu

An Stimmenanteilen gewonnen und trotzdem verloren: So lässt sich das Ergebnis von Eva-Maria Stange (SPD) beschreiben. Die Wissenschaftsministerin legte in Prozenten stadtweit zu, verlor die Wahl aber am Ende deutlich. Hochburgen blieben die Äußere Neustadt (81,2%) und die Leipziger Vorstadt (74,3%), in Schönfeld-Schulwitz und in Gönsdorf-Pappritz votierte nur jeder vierte Wähler für Stange.

Zudem lag die Wahlbeteiligung dort, wo Stange ihre Stimmen holte, teils deutlich unter dem Durchschnitt, beispielsweise in Gorbitz, der Südvorstadt oder der Johannstadt-Nord. Stange gewann nur noch in 14 von 61 Stadtteilen beziehungsweise in 104 von 340 Wahlbezirken die Mehrheit der Stimmen.

Der dritte Bewerber Lars Stosch alias Lara Liqueur (die PARTEI) verlor rund 2000 Stimmen. Mit 3,9 Prozent holte er in der Friedrichstadt sein bestes Ergebnis, in Altfranken, Weißig oder Kleinzschachwitz wählte hingegen fast niemand den Kandidaten der Spaßpartei.

Pegida-Wähler ignorierten Wahl offenbar – keine Aussagen zu Wählerwanderung

Pegida, das im ersten Wahlgang noch mit 9,6 Prozent für Schlagzeilen gesorgt hatte, ignorierte den zweiten Wahlgang offenbar weitgehend. Laut Stadtverwaltung sank die Wahlbeteiligung in den Pegida-Hochburgen stärker als im Rest der Stadt. Offenbar sind die Festerling-Wähler weitgehend daheim geblieben. Zudem schickte Pegida dieses Mal offenbar keine Wahlbeobachter mehr in die Wahllokale. Es habe dahingehend keine Auffälligkeiten gegeben, sagte Wahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken. Auch die Zahl der ungültigen Stimmen stieg nicht an.

Woher aber die 30.000 zusätzlichen Stimmen für Dirk Hilbert stammen, kann nur gemutmaßt werden. Angaben zur Wählerwanderung gibt es nicht, denn dazu müssten die Wähler wissenschaftlich befragt werden.

Stephan Lohse

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