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Alternative für Deutschland: Parteigründung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Alternative für Deutschland: Parteigründung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Alternative für Deutschland (AfD) gibt es jetzt auch in Sachsen. Am Sonntag gründete die gerade zwei Wochen alte Partei in Leipzig einen Landesverband - hinter verschlossenen Türen im Parkschloss im Agra-Park.

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Frauke Petry

Quelle: Peter Endig, dpa

Gestern präsentierte sich der Landesvorstand in Dresden.

"Wir haben ein deutlich höheres Wählerpotenzial als die Eintrittshürde in den Bundestag ist", sagte die Frontfrau Frauke Petry. Die 37-jährige Chemikerin und Unternehmerin aus Leipzig wurde zur Landesvorsitzenden und Spitzenkandidatin der Landesliste gewählt. Ihr Landesverband hat bereits 430 Mitglieder. Um "Störungen von Trittbrettfahrern" zu vermeiden, fand die Parteigeburt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Seit dem Wochenende gibt es mit Sachsen und Brandenburg zwei Landesverbände der AfD mehr. Fehlen noch Bremen, Niedersachsen, Hessen und das Saarland. Die Partei hat nach eigenen Angaben bereits rund 10000 Mitglieder und steht in aktuellen Wahlumfragen zwischen zwei und drei Prozent. Petry, die auch Sprecherin der Bundespartei ist, erklärt den rasanten Zulauf so: "Weil wir Themen ansprechen, die die anderen Parteien nicht ansprechen." Petry ist Mutter von vier Kindern. 2011 bekam sie den Sächsischen Gründerinnenpreis, 2012 die Verdienstmedaille des Bundesverdienstkreuzes.

Die AfD will mehr Volksentscheide auf Bundesebene, lehnt das Steuersystem und den Euro ab. "Warum soll eine deutsche Frisöse reiche griechische Reeder mitfinanzieren", fragt Peter Christ, Listenkandidat der sächsischen AfD. Der 65-jährige Journalist war Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, des Manager Magazins und der Sächsischen Zeitung. "Bei uns sind keine Abenteurer", sagt Christ, "sondern die besten Ökonomen Deutschlands. Die wissen, wovon sie reden." Vor seiner journalistischen Karriere war Christ SPD-Mitglied. Etliche der sächsischen AfD-ler seien von der FDP abgewandert, erklärt Petry. Sie selbst habe zuvor - wie 70 Prozent der Neumitglieder der Bundes-AfD - keiner Partei angehört.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2013

Christine Keilholz

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