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AfD: Frauke Petry kandidiert für Spitzenplatz auf der Sachsenliste

AfD: Frauke Petry kandidiert für Spitzenplatz auf der Sachsenliste

Die Landtagswahl in Sachsen ist die nächste Bewährungsprobe für die Alternative für Deutschland (AfD). Laut jüngsten Umfragen sieht es so aus, als würde die rechtskonservative Partei in den Landtag ziehen.

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AfD-Landeschefin Frauke Petry

Quelle: Peter Endig

Beflügelt von den Ergebnissen visiert Landesvorsitzende Frauke Petry ein zweistelliges Ergebnis für die AfD am 31. August an. Zwar stellt die Partei erst am morgigen Sonnabend in Weinböhla (Landkreis Meißen) ihre Landesliste auf. Aller Voraussicht nach wird Petry aber den ersten Listenplatz ergattern.

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass sie für Platz eins kandidiert", sagte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Hartung. Es wird aber die einzig informelle Vorgabe bleiben. Denn die AfD-Landesspitze hat sich bewusst nicht für einen Listenvorschlag entschieden, sondern will den Mitgliedern selbst die Entscheidung überlassen. Dennoch legt die Partei Wert darauf, dass "ausgewogen" nominiert wird. Bei zwei Treffen, für die die Kreis- und Stadtverbände ein oder zwei Kandidaten vorgeschlagen hatten, betonte Hartung, dass die künftige Fraktion Fachkompetenz haben müsste. Darauf sollte geachtet werden. Es nütze nichts, wenn die Fraktion drei Polizisten und drei Rechtsanwälte in ihren Reihen habe, aber niemand geeignetes für den Gesundheitsausschuss, sagte Hartung dieser Zeitung. Es könne aber auch am Wochenende in Weinböhla jeder kandidieren, der sich dazu berufen fühle.

Das Bewerberfeld wird so oder so nicht klein sein. Der Stadtverband Leipzig, dem unter anderem Generalsekretär Uwe Wurlitzer angehört, dürfte darauf achten, dass er als größter Verband zufriedenstellend bedacht wird. Andere Kreisverbände wie der Görlitzer können mit dem guten Bundestagswahlergebnis um Einfluss ringen. Hinzu kommt die Parteispitze: Hartung rechnet damit, dass aus dem achtköpfigen Landesvorstand ein Großteil einen vorderen Listenplatz anstrebt. Er selbst will kandidieren. Kampfkandidaturen sind in Weinböhla nicht ausgeschlossen. Schließlich sind nur eine paar Listenplätze wirklich "sicher". Die AfD rechnet damit, dass mindestens der siebte Listenplatz zum Einzug in den Landtag reicht. Da kein AfD-Mitglied aus Sachsen auf der Liste zur Europawahl vertreten ist, dürfte der Andrang für die Landtagswahl-Liste aber umso größer sein.

Nicht nur mit Blick auf die Landtagswahl wird die Zusammenkunft in Weinböhla bestimmend sein. Auch innerparteilich hat sie Signalwirkung bei der Frage, wie sich die AfD positionieren will. Gerade liberale Parteimitglieder hatten nach der Aufstellung des Wahlprogramms über einen Rechtsruck geklagt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2014

Kai Kollenberg

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