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Advent statt Karneval: Sachsen ist auf fünfte Jahreszeit vorbereitet

Weihnachtsbräuche und -traditionen Advent statt Karneval: Sachsen ist auf fünfte Jahreszeit vorbereitet

Vielerorts in Sachsen sind die Vorbereitungen auf die Weihnachtsmärkte in vollem Gang. Die ersten locken ab dem 22. November mit Glühwein, Lebkuchen und Lichterglanz. Von Bergparaden über Hutzenabende bis Stollenfest - Sachsen feiert sich als deutsche Weihnachtshochburg.

Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Quelle: dpa

Dresden. Vielerorts in Sachsen sind die Vorbereitungen auf die Weihnachtsmärkte in vollem Gang. Die ersten locken ab dem 22. November mit Glühwein, Lebkuchen und Lichterglanz. Von Bergparaden über Hutzenabende bis Stollenfest - Sachsen feiert sich als deutsche Weihnachtshochburg.

WEIHNACHTSMARKT: Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Die 582. Ausgabe wird am 22. November eröffnet - unter der mit 14,61 Metern höchsten erzgebirgischen Stufenpyramide der Welt. Rund um eine gut 20 Meter hohe, mit Lichtern geschmückte Rotfichte sind auf dem Altmarkt 233 Marktstände und Fahrgeschäfte angeordnet. Händler bieten bis Heiligabend vor allem Volkskunst aus dem Erzgebirge und Köstlichkeiten wie Pulsnitzer Pfefferkuchen oder Christstollen an. Auf dem Freiberger Christmarkt gibt es Erzgebirgisches in bergmännisch gestalteten Hütten.

HISTORISCHES: Fürstlich, ritterlich, einzigartig - auch Sachsens Burgen und Schlösser wandeln sich im Advent. Rund 250 Meter hoch über der Elbe bietet der Historisch-romantische Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein eine urige Alternative zum vorweihnachtlichen Trubel in den Städten. Auf dem Felsplateau in der Sächsischen Schweiz tummeln sich Gaukler, Musikanten und Puppenspieler, Suppe und Punsch dampfen über offenen Feuern in großen Kupferkesseln, das Karussell ist handbetrieben und die Tiere in der Weihnachtkrippe sind lebendig. Adventszauber „Anno 1900“ ist auf Burg Scharfenstein zu erleben, mit zauberhaften Illusionisten.

TRADITIONEN: Zur erzgebirgischen Weihnacht gehören Bergparaden, Mettenschichten oder Hutzenabende. Die größten Aufzüge der Berg- und Hüttenmänner finden in Schneeberg und Annaberg-Buchholz statt. Beobachtet von Hunderten Schaulustigen ziehen Mitglieder der Hütten- und Knappschaftsvereine in traditioneller Kleidung durch die Straßen - zur Hymne der Bergleute „Glück auf, der Steiger kommt“.

In Schaubergwerken werden Mettenschichten zelebriert, die als letzte Schicht vor Weihnachten einst vom Steiger stets mit Klopfzeichen und einer Predigt beendet wurden. Gasthöfe und Pensionen der Region laden zum „Hutznohmd“, zu dem sich früher die Frauen der Bergleute in der kalten Jahreszeit trafen.

PYRAMIDEN: Im Erzgebirge beginnt die Weihnachtszeit offiziell mit dem traditionellen Anschieben der großen Ortspyramiden. Den Auftakt macht Annaberg-Buchholz, wo die mit einzigartigen Schnitzereien zur Stadtgeschichte versehene Großpyramide in Gang gebracht wird. Eine rund zweistündige Lichterfahrt unter dem Motto „Dreh' dich, dreh' dich Permett“ führt zu den schönsten Freiland-Pyramiden, darunter der weltweit ersten im Ortsteil Frohnau. Beim Auer Raachermannelmarkt ziehen zuvor die Figuren der Pyramide durch die Stadt.

KUNSTHANDWERK: Im Advent können Besucher vielerorts sächsisches Traditionshandwerk erleben und teilweise selbst ausprobieren. Da öffnen Meister im Erzgebirge ihre Werkstätten, wo Räuchermann, Lichterengel, Schwibbögen oder Pyramiden geschnitzt, gedrechselt, gefräst und bemalt werden. In der Oberlausitzer Brüdergemeine lassen sich die Schöpfer der weltberühmten Herrnhuter Sterne über die Schulter schauen und in Pulsnitz die Pfefferküchler.

UNGEWOHNTES : Eisvergnügen gehört vielerorts zum Advent wie Glühwein und Lebkuchen. So erwartet etwa Schloss Freudenstein in Freiberg nicht nur Eisprinzessinnen, wenn der Schlosshof zur Eisbahn wird. Erstmals in diesem Jahr können auch am Dresdner Flughafen Pirouetten gedreht werden, wenn der Westflügel des Terminals zum „Airport on Ice“ wird - samt Eisstockbahn. Am Heiligabend dann wird Flug DRS2412 der Christmas Air erwartet - mit dem Weihnachtsmann und einem Flieger voller Geschenke.

dpa

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Zwergendeko auf einer Striezelmarkthütte.

Auf dem 582. Dresdner Striezelmarkt, der am Donnerstag, dem 24. November eröffnet wird, gibt es Neues zu entdecken. Zu den altbekannten Festen, die an den Adventswochenenden für besondere Höhepunkte sorgen, kommt in diesem Jahr ein Spektakel hinzu.

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