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Absagen für Tillichs Dankes-Party – Gepida organisiert Protest

Streit um Feier Absagen für Tillichs Dankes-Party – Gepida organisiert Protest

Nach der Bekanntgabe der Dankeschön-Party für Asyl-Helfer im Freistaat gehen bei der Landesregierung immer mehr Absagen ein. Die Einladung von Pegida-Organisator Siegfried Däbritz und die Vorkommnisse von Clausnitz und Bautzen führten dazu, dass zahlreiche Eingeladene absagten, bestätigte auch die Staatskanzlei.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Nach der Bekanntgabe der Dankeschön-Party für Asyl-Helfer im Freistaat gehen bei der Landesregierung immer mehr Absagen ein. Die Einladung von Pegida-Organisator Siegfried Däbritz und die Vorkommnisse von Clausnitz und Bautzen führten dazu, dass zahlreiche Eingeladene absagten, bestätigte auch die Staatskanzlei. Dem stünden aber zahlreiche Nachmeldungen gegenüber, hieß es. Es sei gerade jetzt wichtig, das Engagement der Asyl-Helfer zu würdigen. Der Termin bleibe bestehen, es gebe rund 1900 Zusagen.

Die Landesregierung hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass es in diesem Jahr statt eines Neujahrsempfangs eine Danke-Party für alle Helfer rund um das Thema Asyl geben wird, und zwar am kommenden Freitagabend in der Dresdner Energieverbund-Arena.

Das Netzwerk "Dresden für alle" wird vor Ort sein, auch um dem Ministerpräsidenten einen offenen Brief zu überreichen. "Die Dankesveranstaltung ist ein Signal der Wertschätzung. Ein echtes Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit wären aber ernst gemeinte politische Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen", heißt es darin unter anderem. Man wolle vor Ort einen "Kontrapunkt" setzen. "Wir werden keinen Helfern die Feier verderben, die hingehen wollen, aber wir werden die Gelegenheit nicht verpassen, nochmal eindringlich für unser Anliegen zu werben", erklärte das Bündnis.

Gegen die Veranstaltung hat die Dresdner Gruppe "Gepida" Protest angekündigt. Man habe an der Pieschener Allee, in Höhe der Marienbrücke eine Kundgebung angezeigt, hieß es am Montagabend. "Bleibt dieser verlogenen Veranstaltung fern" rief Gepida zum Boykott der Party auf.

„Was die Ehrenamtlichen in Sachsen brauchen, ist Unterstützung bei ihrer täglichen Arbeit. Mit solch einem Empfang kann angesichts der jüngsten Ereignisse in Clausnitz und Bautzen keine heile Welt in Sachsen vorgetäuscht werden. Populistische Stimmungsmache und Übergriffe auf Geflüchtete sind im Freistaat mittlerweile alltäglich", sagt Tilo Hellmann, Mitglied des Landesvorstands der sächsischen Linken. "Solange Stanislaw Tillich es nicht schafft, in seiner eigenen Partei für ein Klima der Weltoffenheit und Toleranz zu sorgen, werden wir auch weiterhin erleben, dass der Mob die Straßen unsicher macht. Da kann auch ein ‚stimmungsvoller Abend‘ wie ihn sich der Ministerpräsident gewünscht hat, nicht helfen, nur klare Ansagen und entschiedenes Handeln."

sl

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