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A17 Dresden–Prag wird im nächsten Jahr fertig

Nur eine Stunde Fahrtzeit A17 Dresden–Prag wird im nächsten Jahr fertig

Auf der Pannenautobahn D 8 zwischen der sächsischen Grenze und Prag soll der Verkehr nun doch bald durchgängig rollen. Bis Weihnachten ist alles in Sack und Tüten, versprach jetzt der tschechische Verkehrsminister Dan Tok – allerdings erst 2016.

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Quelle: Archiv

Dresden. Auf der Pannenautobahn D 8 zwischen der sächsischen Grenze und Prag soll der Verkehr nun doch bald durchgängig rollen. Bis Weihnachten ist alles in Sack und Tüten, versprach jetzt der tschechische Verkehrsminister Dan Tok – allerdings erst 2016. Politiker und Unternehmer in Sachsen hoffen, dass zumindest diese Zusage haltbar bleibt. Die Bauarbeiten an der 93 Kilometer langen Schnellstraße (Dalnice) D 8 zwischen Prag und der sächsischen Grenze mit dem Übergang zur Bundesautobahn 17 bei Breitenau ziehen sich bereits seit 20 Jahren hin. Einwände von Umweltschützern, häufige Ministerwechsel und gewaltige Erdrutsche verzögerten die Bauarbeiten. Nun hat Minister Tok den deutschen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) darüber informiert, dass sein Land „ alle Schritte“ unternehme, „um die D 8 in Richtung Dresden noch vor Ende 2016 feierlich zu eröffnen“.
Sachsens Verkehrsgewerbe lässt das hoffen: „Je eher, desto besser!“, betont Landesgeschäftsführer Dietmar von der Linde. „Unter den massiven Behinderungen auf dieser Magistrale haben vor allem international tätige Spediteure zu leiden.“  Auf baldige freie Fahrt hofft auch der sächsische Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn: „Nach Pleiten, Pech und Pannen wäre das sowohl für Kraftfahrer als auch die Bevölkerung der überlasteten Ortschaften eine große Erleichterung.“ Gleichzeitig befürchtet der verkehrspolitische Sprecher der Grünen aber einen negativen Effekt: „Da die Trassenentgelte der Bahn immer weiter steigen, könnte die durchgängige Schnellstraße dazu führen, dass noch mehr LKW und Güter auf der Straße rollen.“
Der Grundstein für die Pannenautobahn D 8 war bereits vor 30 Jahren gelegt worden, seit 20 Jahren wird gebaut. Seither klagten Umweltschutzorganisationen, wurde Braunkohle im Baugrund gefunden, wechselten die Zuständigkeiten. Im Juni 2013 verschüttete ein Erdrutsch zwischen Rehlovice und Lovosice die letzte Hoffnung auf ein rasches Bauende.  500 000 Kubikmeter aufgeweichtes Erdreich hatten die fast fertige Autobahn  auf 300 Metern Länge unter sich begraben. Inzwischen wird geräumt, parallel an Brücken und Tunneln gebaut. Nach der Fertigstellung des 16 Kilometer langen Abschnitts soll die durchgängige D 8 die Fahrzeit von Sachsen in die tschechische Metropole auf eine Stunde halbieren und die Europastraße 55 Berlin–Dresden–Prag–Istanbul komplettieren.

Winfried Mahr

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