Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
5000 Flüchtlingskinder lernen an Sachsens Schulen – Weiter hoher Zugang von Asylsuchenden

5000 Flüchtlingskinder lernen an Sachsens Schulen – Weiter hoher Zugang von Asylsuchenden

„Wir brauchen mehr Optimismus und Tatkraft und weniger Verzagtheit. Verbale Brandstifter schaffen nur Probleme anstatt sie zu lösen“. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) fand deutliche Worte zur derzeitigen Asyldebatte. Die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern sei eine Herausforderung.

Voriger Artikel
Kommunen begrüßen endgültiges Ende des Kita-Tarifstreits
Nächster Artikel
Neuer Preis würdigt Hilfe für Flüchtlinge
Quelle: dpa

Dresden. „Wir brauchen mehr Optimismus und Tatkraft und weniger Verzagtheit. Verbale Brandstifter schaffen nur Probleme anstatt sie zu lösen“. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) fand deutliche Worte zur derzeitigen Asyldebatte. Die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern sei eine Herausforderung, wie es sie noch nie gegeben hatte. Dabei ständen sich der wachsende Lehrerbedarf und der leergefegte Arbeitsmarkt bei Pädagogen konträr gegenüber. „Wir können uns neue Lehrer für Deutsch als Zweitsprache nicht schnitzen und auf die so schnell steigende Zahl der Flüchtlingskinder war niemand eingestellt, aber das ist kein Grund, Pessimismus und Hysterie zu verbreiten“, so die Ministerin. Es sei kein Weltuntergang, wenn auch mal ein fachfremder Pädagoge aushilfsweise in einer Vorbereitungsklasse für Migranten unterrichtet. Gleiche Bildungschancen für alle seien wichtig.

Derzeit werden in Sachsen rund 25.600 Kinder aus 141 Ländern an allgemeinbildenden und berufsausbildenden Schulen unterricht. Rund 5.000 Flüchtlingskinder lernen in 340 Vorbereitungsklassen an 200 Schulen. Bis Ende des Jahres erwartet die Ministerin, dass die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund die in Sachsen zur Schule gehen auf 28000 ansteigt. Darunter sind 1500 unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche.

Auf der Suche nach ausreichendem Lehrpersonal werden nun auch vermehrt Fachkräfte angesprochen, die bisher kein Angebot vom Freistaat erhalten konnten, so Kurth. Um dem Bedarf an Fachlehrern für Deutsch als Zweitsprache gerecht werden zu können, sollen künftig auch an den Universitäten Dresden und Chemnitz Nachwuchskräfte dafür ausgebildet werden. Gespräche dazu laufen, so Kurth. Auch freie Schulen dürfen Flüchtlingskinder aufnehmen und unterrichten.

Unterdessen bleibt die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, konstant hoch. Rund 10.000 Menschen kommen pro Tag in Bayern an und werden auf die Bundesländer verteilt. Rund 2500 Asylsuchende sind seit Samstag nach Sachsen gekommen, berichtet Dirk Diedrichs, Leiter der Stabsstelle Asyl im Innenministerium. Mit 49 Prozent kommt weiterhin die Mehrheit der Menschen aus Syrien, gefolgt von 17 Prozent aus Afghanistan und 12 Prozent aus dem Irak. Derzeit stehen 14.300 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen zur Verfügung, weitere Unterkünfte sind in Planung.

Die unbeheizten Zelte auf der Bremer Straße sind inzwischen alle abgebaut, derzeit laufe der Aufbau von winterfesten, beheizbaren Zelten, sagte Diedrichs. Diese seien schneesicher und auf rund 23 Grad beheizbar. 

jv

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr