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500 Millionen Euro für zweite Batteriefabrik in Kamenz

Daimler 500 Millionen Euro für zweite Batteriefabrik in Kamenz

Daimler will seine Batterieproduktion weiter ausbauen. „Wir investieren deshalb 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik in Deutschland“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag auf dem Autosalon in Genf.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Genf/Kamenz . Daimler will seine Batterieproduktion weiter ausbauen. „Wir investieren deshalb 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik in Deutschland“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag auf dem Autosalon in Genf. Die Kapazitäten bei der Firmentochter Deutsche Accumotive im sächsischen Kamenz würden so deutlich erweitert. Der Bau soll im Herbst 2016 starten. Das an die bestehende Produktion angrenzende Werk soll im Sommer 2017 den Betrieb aufnehmen. Damit soll sich die Produktions- und Logistikfläche am Standort Kamenz auf insgesamt 60 000 Quadratmeter verdreifachen.

„Das ist nicht nur eine gute Entscheidung für den Standort Kamenz, sondern auch für die Zukunft der Elektromobilität und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilwirtschaft“, erklärte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sprach von einem positiven Signal für Ostsachsen und einem guten Schritt in die Zukunft. „Die durch die Erweiterung entstehenden Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten die Chance auf attraktive Jobs in der Region“, so Dulig.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation angekündigt, mehr als 900 Arbeitsplätze in Ostsachsen zu streichen. Wichtig sei es zudem, auch der Material- und Zellenforschung große Aufmerksamkeit zu schenken, so Dulig.

Seine Meinung zu einer Zellfertigung in Deutschland hat Daimler-Chef Zetsche allerdings nicht geändert. Daimler hatte Ende 2015 seine Zellfertigung in Kamenz wegen der hohen Überkapazitäten am Markt eingestellt. Mit den Zellen lässt sich kein Geld verdienen, deshalb kaufen die deutschen Autohersteller diese Bauteile ein. Die kompletten Batterien hingegen wollen sie nicht aus der Hand geben.

Arbeitnehmervertreter, darunter auch Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht, sind dagegen schon länger Fürsprecher einer gemeinsamen Zellproduktion der Autoindustrie in Deutschland. Auch VW-Markenchef Herbert Diess hatte angesichts des Rückstands der deutschen Autoindustrie bei der Fertigung von Batterien für Elektroautos ein Umdenken gefordert.

Zetsche hingegen zeigte sich erneut skeptisch. Erst wenn die nächste Generation der Batterietechnologie auf den Markt komme, würden die „Karten neu gemischt“, sagte Zetsche.

Das Unternehmen stellt in Kamenz Lithium-Ionen-Batterien für Elektro- und Hybridautos sowie die Industrie her. derzeit sind am Standort rund 260 Mitarbeiter beschäftigt. Seit Beginn der Serienfertigung 2012 wurden nach eigenen Angaben mehr als 70 000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert.

dpa

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