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3200 Wahlhelfer benötigt Dresden für die OB-Wahl – Laura Schied ist seit 2013 dabei

3200 Wahlhelfer benötigt Dresden für die OB-Wahl – Laura Schied ist seit 2013 dabei

Keine Wahl ohne Wahlhelfer. Rund 3200 Ehrenamtliche benötigt die Stadtverwaltung für die Oberbürgermeisterwahl am 7. Juni. Kein leichtes Unterfangen, weshalb das Rathaus auf originelle Slogans wie „Deutschland sucht den Superstar, Bauer sucht Frau, Dresden sucht Wahlhelfer“ setzt, um Freiwillige anzuwerben.

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Wahlhelferin Laura Schied.

Quelle: Carola Fritzsche

Solche Überzeugungsarbeit ist bei Laura Schied nicht mehr nötig. Sie ist in diesem Jahr bereits zum vierten Mal als Wahlhelferin dabei.

Die 20-Jährige macht eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Dresdner Stadtverwaltung. 2013 – Laura Schied war gerade 18 Jahre alt geworden – konnte sie dank einer Führung im Rahmen ihrer Lehre hinter die Kulissen der Wahlvorbereitungen zur Bundestagswahl blicken. Die Vorstellung, nicht nur selbst das erste Mal Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen, sondern auch an der Auszählung teilzunehmen, gefiel ihr. „Ich fand es interessant, mit frischen 18 Jahren bei einer Wahl mitzumachen. Es reizte mich zu sehen, was man da macht und wie man das macht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich seither immer dabei war“, sagt sie.

Am 7. Juni wird sie zum vierten Mal Briefwahlunterlagen auszählen, zum dritten Mal bereits als Wahlvorsteherin. Das heißt, die 20-Jährige leitet ein Team, das neben ihr außerdem aus einem stellvertretenden Wahlvorstand, einem Schriftführer und seinem Stellvertreter sowie aus drei Beisitzern besteht. Den Briefwahlbezirk bekommt sie zugewiesen. Laura Schied hat die Verantwortung über ihr Team, muss entscheiden, wer welche Aufgaben übernimmt. Dabei ist sie meist die Jüngste. „Bei der letzten Wahl waren die Kollegen weit älter als ich. Aber das hat gut funktioniert. Viele Wahlhelfer sind mittleren Alters oder Rentner, es melden sich aber auch viele Studenten. Man lernt ganz verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kennen“, erzählt die Auszubildende. Sie alle sind am Wahltag für die Auszählung der Stimmen verantwortlich. Bei der Briefwahl bedeutet das konkret, dass ab 15.30 Uhr die Aufgaben verteilt werden. Ab 16 Uhr werden alle eingegangenen Unterlagen gezählt und auf Gültigkeit geprüft. Ungültig sind beispielsweise offene Briefe oder Briefe, die zwar den Stimmzettel, aber nicht den Wahlschein beinhalten. „Wenn man da gut organisiert ist, kann man sich nachmittags noch ein bisschen Freizeit gönnen“, weiß Laura mittlerweile.

In die heiße Phase geht es für alle Wahlbüros ab 18 Uhr, nach der Schließung der Wahllokale. Dann werden die Stimmzettel aufgemacht, nach Parteien sortiert und ausgezählt. Das Ergebnis wird im Anschluss der Zentralen Stelle auf der Theaterstraße gemeldet. „Ab 22 Uhr ist dann auch für die Letzten Feierabend“, sagt die 20-Jährige. Rund 1000 bis 2000 Stimmzettel sind dann durch die Hände der Ehrenamtlichen gegangen.

Das Prozedere ist dabei immer dasselbe, egal ob Bundestags-, Kommunal- oder Oberbürgermeisterwahl. „Bei der OB-Wahl ist es nur wahrscheinlicher, dass es einen zweiten Wahlgang gibt“, so Laura Schied. Der würde dann am 5. Juli folgen und noch einmal die Hilfe von 3200 Freiwilligen nötig machen. Für Laura ist das kein Problem. Auch wenn sie für ihr Engagement nur ein kleines „Erfrischungsgeld“ bekommt. „Wahlhelfer bekommen eine Aufwandsentschädigung. Das ist kein Stundenlohn, sondern eine kleine Aufmerksamkeit. Die Hilfe muss freiwillig sein, sonst fehlt der nötige Ernst“, findet sie.

Denn der Verantwortung ihrer Aufgabe ist sie sich bewusst. „Die Ergebnisse einer Wahl sind ein wichtiges Thema. Sie entscheiden darüber, wer uns als Bürger vertritt, wer die Entscheidungen fällt. Sie haben Konsequenzen. Deshalb ist es das Wichtigste, die Stimmen ordentlich und unparteiisch auszuzählen. Und dafür sind wir verantwortlich.“ Ein Engagement, das Laura Schied auch in Zukunft ausüben möchte.

Christin Grödel

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