Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
20 Jahre später: Fast alle russischen Militär-Liegenschaften in Sachsen verkauft

20 Jahre später: Fast alle russischen Militär-Liegenschaften in Sachsen verkauft

Rund 20 Jahre nach dem Abzug der letzten russischen Truppen aus Sachsen sind fast alle ehemalige Kasernen und Truppenübungsplätze im Freistaat in neue Hände übergegangen.

Voriger Artikel
"Die FDP wird kein Totalausfall" - Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow im Interview
Nächster Artikel
Kommission rät Sachsen zu weiteren Hochwasserschutz-Investitionen

Leerstehende Kaserne (Symbolbild)

Quelle: Hauke Heuer

„Von den 1993 durch das Land Sachsen übernommenen 184 Objekten wurden 116 verkauft, andere wurden früheren Besitzern zurückgegeben oder werden vom Freistaat selbst genutzt“, sagte Andrea Krieger vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) auf Anfrage der dpa. Abzüglich der Kosten zum Beispiel für die Beseitigung von Altlasten seien rund 50 Millionen Euro an Verkaufserlösen erzielt worden. In den Immobilien wurden unter anderem Wohngebiete neu erschlossen, in vielen Fällen fanden Behörden in den ehemaligen Kasernen neue Büroräume.

Insgesamt habe das SIB als landeseigener Betrieb vor 20 Jahren gut 17 600 Hektar Flächen von der abgerückten russischen Armee übernommen. „Die Vermarktung dieser Flächen ist weitestgehend abgeschlossen, es stehen nur noch Restbestände zur Verfügung“, sagte Krieger. Zahlreiche Objekte werden nun neu genutzt. So wurde das ehemalige Dienstgebäude des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Leipzig entkernt und saniert, nachdem es Jahre lang leer gestanden hatte. Heute beherbergt es das Sächsische Finanzgericht. „In der Kaserne in Grimma wurde das Finanzamt untergebracht, in einer ehemaligen Kaserne in Torgau befindet sich der Sitz der Außenstelle der Staatsanwaltschaft Leipzig“, nennt die Sprecherin weitere Beispiele behördlicher Nachnutzung.

Aber auch private Investoren fanden Gefallen an den früher militärisch genutzten Flächen. So entstanden zum Beispiel in Dresden ein Halbleiterwerk und in Leipzig ein Versandzentrum eines Internethändlers. Ebenfalls in Leipzig wurden im Stadtteil Grünau auf dem Gelände einer früheren russischen Kaserne eine Einfamilienhaussiedlung angelegt und ein Einkaufszentrum gebaut.

Probleme bei der Vermarktung oder Nachnutzung machten häufig die Hinterlassenschaften der russischen Armee. So entstand mit der Königsbrücker Heide zwar ein fast 7000 Hektar großes Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Da jedoch noch immer Munitionsreste und Blindgänger in dem Areal liegen, kann nur ein kleiner Teil von Besuchern betreten werden. „Potenzielle Kaufinteressenten sind aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs für die Beseitigung von Altlasten von ihren Kaufgesuchen abgerückt“, berichtete Krieger.

php1cdfbc5315201312011547.jpg

Dresdner Bäcker setzen den Riesenstollen für das Dresdner Stollenfest am Sonnabend zusammen.

Zur Bildergalerie
php20b24a24be201312071616.jpg

RB Leipzig schlug die Stuttgarter Kickers am Samstag mit 2:1.

Zur Bildergalerie
phpc091802ceb201312081248.jpg

Auch die Zeichenanlagen der Straßenbahnen fielen aus.

Zur Bildergalerie
phpbefd8b11b5201312061818.jpg

Mandy Irmscher war 2006 Stollenmädchen.

Zur Bildergalerie
php17408b2bac201312031947.jpg

Die diesjährigen Tassen des Striezelmarktes. Das Pfand von 2,50 kann an allen Ständen eingetauscht werden.

Zur Bildergalerie
php6aba378a80201312071339.jpg

Dresden hat am Samstag das 20. Stollenfest gefeiert. Der Riesenstollen erreichte in diesem Jahr das Rekordgewicht von 4246 Kilogramm.

Zur Bildergalerie
phpe24189c93f201312071414.jpg

Um die 60 NPD-Anhänger protestierten am 7.12.2013 in Leipzig-Schönefeld gegen eine Unterkunft für Asylbewerber. Ihnen stellten sich etwa 400 Gegendemonstranten in den Weg. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort.

Zur Bildergalerie

Mit dem Ende der Teilung Deutschlands wurden jedoch nicht nur ehemalige Flächen der russischen Streitkräfte übergeben, auch die Bundeswehr übernahm Immobilien von der Nationalen Volksarmee der DDR. Mit der Reform der deutschen Streitkräfte wurden verschiedene Einrichtungen frei, wie etwa die Jägerkaserne in Schneeberg. „Das Objekt ist bekannt geworden, weil es zunächst noch für rund 70 Millionen Euro saniert wurde“, sagte Hans-Arno Simon von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die für die Vermarktung dieser Objekte zuständig ist. Verkauft wurde die Kaserne dann für zwei Millionen Euro an einen Investor.

Für die Bunkeranlage im ehemaligen NVA-Ausweichgefechtsstand Kossa-Söllichau nordöstlich von Leipzig fand sich zunächst kein Käufer, schließlich wurde der Wald verkauft, in dem sich die Anlage befindet. „Der Käufer hat sich verpflichtet, den Museumsbetrieb in dem Bunker zu gewährleisten“, berichtete Simon. In der Leipziger Theodor-Körner-Kaserne entstand seinen Angaben nach ein Wohngebiet, andere ehemalige NVA-Kasernen werden wie ihre russischen Pendants inzwischen von Behörden genutzt oder wurden zu Gewerbegebieten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr