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Vodafone steckt Millionen in den Netzausbau in Dresden

Vodafone steckt Millionen in den Netzausbau in Dresden

Der Telekommunikations-Konzern Vodafone hat durch technische Umrüstungen die Sprachqualität und Datenraten in seinen Mobilfunknetzen in Dresden und Sachsen verbessert.

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Planungsingenieur Dirk Günther überprüft an der Vodafone-Basisstation auf dem Wasserturm Hellerau die Nutzung der Frequenzen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das teilte gestern Jörg Titz, der Niederlassungsleiter der Vodafone-Niederlassung Ost, mit - und zwar in luftiger Höhe auf dem mit Handyfunk-Sendern gespickten Hellerauer Wasserturm, der längst kein Wasser mehr speichert, sondern als Technik-Tower mit Daten- und Sendetechnik vollgestopft ist.

Genaue Investitionsangaben machte der Niederlassungs-Chef zwar nicht, es ist aber davon auszugehen, dass das Telekommunikationsunternehmen rund 7,5 Millionen Euro in den Netzausbau in Dresden beziehungsweise etwa 60 Millionen Euro in ganz Sachsen gesteckt hat. Deutschlandweit investierte Vodafone rund 1,2 Milliarden Euro in die Netzmodernisierung, ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Eine Triebfeder dafür: Immer mehr Dresdner setzen Computertelefone wie das iPhone oder Android-Smartphones ein, die auf schnelle Datenverbindungen angewiesen sind. "Wir rechnen damit, dass sich die Datenmengen im Mobilfunknetz in nächster Zukunft jährlich verdoppeln werden", begründete Titz die technische Aufrüstung mit modernerer Netzwerktechnik, zusätzliche Basisstationen und neue Software. Die dabei aufgeschaltete "Voice HD"-Technik soll zudem dafür sorgen, dass Vodafone-Nutzer untereinander in brillanter Sprachqualität telefonieren können, Hintergrundgeräusche werden durch "Voice HD" ausgefiltert. Man verhandele derzeit mit der Telekom, die eine ähnliche Technik einsetzt, um diese höhere Sprachqualität auch netzübergreifend nutzbar zu machen, ergänzte Vodadone-Techniksprecher Dirk Ellenbeck.

Dresden gehöre damit zu den Städten mit dem besten Netz in ganz Deutschland. Dies hatten kürzlich auch unabhängige Messungen der Computerzeitschrift "Chip" bestätigt (DNN berichteten). Nominal stehen hier im LTE-Modus von Vodafone und der Telekom - je nach Stadtviertel - bis zu 100 oder 150 Megabit je Sekunde (Mbs) zur Verfügung. In der Praxis sind es etwa zehn Mbs (LTE) beziehungsweise 4,5 bis sieben Mbs im HSDPA-Modus. Nur noch an wenigen Stellen ist lediglich der lahme EDGE-Modus verfügbar.

Anders als beispielsweise Kabel Deutschland hat Vodafone derzeit allerdings keine Pläne, in Dresden auch freien WLAN-Datenfunk für Nicht-Kunden anzubieten. "Wir halten einen professionellen Ausbau der Mobilfunknetze für die vernünftigere Lösung", sagte Ellenbeck.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2013

Heiko Weckbrodt

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