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Und: Äääääcktschn! - Gelungener Auftakt des Dresdner Filmfestes

Und: Äääääcktschn! - Gelungener Auftakt des Dresdner Filmfestes

Auf einmal haben es alle immer schon gewusst: Kurzfilme sind eine eigenständige Kunstform, die es wertzuschätzen gilt. Drucksten in früheren Jahren die Eröffnungsredner gern ein wenig herum, so erklingt in diesem Jahr anlässlich des 25. Festivals der kurzen Streifen in Dresden eine vielstimmige Lobpreisung.

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Quelle: Filmstill/Festival

Wobei man Ministerialdirektorin Ingeborg Berggreen-Merkel, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei der feierlichen Eröffnung vertrat, gleich widersprechen möchte: So komplett vergleichbar ist der Aufwand für einen Lang- und einen Kurzfilm denn doch nicht.

Wie üblich viel Gerede von Dresden im allgemeinen, dem Film im besonderen; dem städtischen Kulturbürgermeister fiel gar, nach einer besonderen Erinnerung an vorangegangene Filmfeste nur ein, wie imposant die Altstadt-Kulisse sich bei den Filmnächten am Elbufer ausmacht. Nun ja. Eine positive Überraschung dagegen war Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer, die weniger Politikergeschwurbel bot, als vielmehr in klaren Worten an die Geschichte des Filmfests erinnerte: Wie Jörg Polenz, seit 1988 kulturpolitischer Mitarbeiter der Stadt, Anfang 1989 in Eigeninitiative ein Festival mit Filmen, die hier noch keiner gesehen hatte, auf die Beine stellen wollte. Dafür nach Berlin fuhr und tatsächlich etliche - auch "illegale" - Filme bewilligt bekam. Deren Präsentation ihm jedoch direkt nach Kleben der Plakate im März des Jahres verboten wurde. Was dazu führte, dass das offizielle Programm geändert wurde und tagsüber staatskonforme Streifen gezeigt wurden, nachts jedoch die verbotenen. Wofür Polenz drei Wochen nach dem Filmfest seine Kündigung erhielt. Und nach der Wende gleich das nächste Festival anging, bei dem 1990 an 14 Tagen alle Dresdner Kinos mit bislang in der Stadt ungesehenen Filmen bespielt wurden, was über 30000 Zuschauer sehen wollten.

Auf das Filmfest 1991 hatte bereits vor den Reden - nach dem Trailer, der dieses Jahr wirklich gelungen ist - eine "Ranfahrt"-Folge des MDR-Fernsehens verwiesen, in dem voller Ehrfurcht darauf hingewiesen wurde, dass es für das Festival mehr als 300 Einreichungen aus "über acht Ländern" gegeben habe.

2013 standen dem über 2600 Einreichungen aus über 80 Ländern entgegen. Das Filmfest hat zu den großen Europas aufgeschlossen, ist den Angaben zufolge das höchstdotierte des Kontinents. Aber es hat eben auch diese einzigartige Geschichte, die deshalb gerade zum 25. besonders gefeiert wird. Zum Beispiel mit der Reihe "Fehlfarben", die Dresdner Filme zwischen 1985 und 1992 zeigt.

Weiter zurück geht der Blick mit der Reihe "Traumschmelze" - am Freitag wird unter dem Titel eine Ausstellung in den Technischen Sammlungen eröffnet, quasi zur Hardware, zwei Filmprogramme zeigen kleine filmische Kunststücke aus den 1930er und 40er Jahren. Wie "Das musikalische Auto", das auf der Eröffnung zu Livemusik geboten wurden: Ein wunderhübscher, liebevoll gezeichneter Streifen aus den Niederlanden von 1944. iDas komplette Programm mit vielen Infos unter www.filmfest-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2013

Beate Baum

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