Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Stadtnetz soll in Dresden für schnelleres Internet sorgen

Stadtnetz soll in Dresden für schnelleres Internet sorgen

Viele Firmen vor allem in peripheren Gewerbegebieten wie im Industriegelände Nord oder in Weixdorf klagen schon lange über lahme Internetleitungen, die mit der Vernetzung moderner Wirtschaftsprozesse, mit dem Trend hin zu Videokonferenzen statt Dienstreisen, zur Datenverbindung zwischen Filialen, nicht mithalten.

Voriger Artikel
Mitschnitt-Filmfestival im Dresdner Ufa-Palast
Nächster Artikel
Der spektakulärste Kunstdiebstahl der DDR im Fernsehen - Der Raub des Sophienschatzes aus dem Stadtmuseum Dresden

Glasfaser-Leitungen können mehrere Tausend Bilder pro Sekunde übertragen.

Quelle: Deutsche Telekom

Sie hängen an Zugängen, die in der Praxis oft nur mit etwa einem Megabit je Sekunde vor sich hintröpfeln. Das ist heute selbst für einen Privathaushalt zu wenig, für einen Software-Dienstleister oder Industriebetrieb ein ernstes Problem.

Da aber die Telefonkonzerne Investitionen in Glasfasertrassen teils scheuen und der schnelle "LTE"-Datenfunk noch in den Kinderschuhen steckt und teuer ist, haben sich die Wirtschaftsförderer nach Alternativen umgeschaut - und eine direkt vor der Haustür gefunden. Denn in Dresden wächst seit Jahren ein eigenes Glasfaser-Netz, das inzwischen etwa 400 Kilometer umfasst und mehrere Gigabit Daten pro Sekunde übertragen kann: Werden Straßenbahntrassen erneuert, Drewag-Standorte miteinander verbunden oder Fahrbahnen saniert, verlegen die Arbeiter meist auch Glasfasern mit oder zumindest Leerrohre dafür. Koordiniert wird dieses Netz, dass große Teile der Stadt unterirdisch verbindet, durch die Dresden Netz GbR, die den Stadtwerken (Drewag) und den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) gehören, und damit letztlich der Stadt. Hinzu kommt ein ähnliches Netz des Energieversorgers ENSO, auf das die Stadt aber keinen direkten Zugriff hat.

Die Drewag nutzt ihr Netz für die Prozessdatenübertragung und Kommunikation zwischen Kraft-, Heiz-, Wasser- und Umspannwerken sowie Büros und Betriebshöfen. Bisher hat sie rund fünf Millionen Euro in dieses Glasfasernetz investiert und will weitere 200 000 Euro pro Jahr in den Ausbau stecken. Allein in diesem Jahr sollen 25 Kilometer folgen.

Ob das Pilotprojekt "Industriegelände" realisiert werden kann, wird derzeit geprüft. So müssten weitere Glasfaserleitungen zu den einzelnen Betrieben gelegt und ein Diensteanbieter gefunden werden, der das Netz anmietet und die Zugänge für die einzelnen Kunden organisiert - Stadt oder Drewag wollen dies selbst nicht tun. Sollte sich das Projekt indes bewähren, will Hilbert weitere Gewerbegebiete damit ins Internetzeitalter katapultieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.07.2013

Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Medien

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr