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"Spur der Steine" führt ins neue Kastenkino

"Spur der Steine" führt ins neue Kastenkino

Mit dem einst verbotenen Defa-Film "Spur der Steine" feiert das studentische "Kino im Kasten" (KiK) an der August-Bebel-Straße heute Abend seine Wiedereröffnung.

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Die KiK-Helfer Christoph Oertel, Max Winter, Paulo Isenberg Lima und Ingmar Zimmermann (v.l.) haben das neue Interieur schon einmal ausgiebig getestet.

Quelle: D. Flechtner

In den vergangenen zwei Jahren war das KiK geschlossen, weil der Freistaat Sachsen den Hörsaalkomplex, in dem sich das Filmtheater befindet, für fünf Millionen Euro grundlegend saniert und umgebaut hatte (DNN berichteten). "Jetzt ist alles viel schöner", sagt KiK-Projektkoordinator Ralph Borowski.

So hat der KiK-Hörsaal - in dem tagsüber Kunststudenten, angehende Technikdesigner und andere Studis universitären Vorlesungen lauschen - nun neue rote Holzklappstühle statt der abgewetzten Polstersitze bekommen. Dadurch haben vor allem lange Kerle nun mehr Beinfreiheit. Auch die Wandverkleidung und die Toiletten wurden erneuert. Die Landesbaumeister hatten den kompletten Hörsaal entkernt und de facto in der Gebäudehülle neu errichtet. Einen Sprung hat das KiK klangtechnisch gemacht: Durch ein neu angeschafftes Sound-System ist das Kino direkt vom Mono- ins Surround-Klangzeitalter gesprungen.

Die zweijährige Schließzeit ist indes auch in anderer Hinsicht nicht spurlos am KiK vorbeigegangen: "Viele, die damals bei uns mitgeholfen haben oder zu unserem Stammpublikum gehörten, haben inzwischen ihr Studium beendet und sich anderen Dingen zugewandt", räumt Borowski ein. "Wir werden also erst mal wieder klein anfangen, um wieder Fuß zu fassen." In der Praxis heißt das: Statt etwa viermal pro Woche wie vor dem Umbau werden die acht KiK-Helfer vorerst nur im Wochentakt Filmklassiker und Arthaus-Streifen zeigen. Um das auszugleichen, möchten die KiK-Macher stärker mit anderen Initiativen kooperieren. Zum Beispiel sei eine Vorlesung mit Filmvorführung geplant. Und mit dem "Schlau e.V." an der TU wolle das KiK in den "Christopher Street Day" hineinfeiern.

Ganz traditionell ist das studentische Filmtheater bei der analogen Projektionstechnik geblieben. "Das war auch der ausdrückliche Wunsch der Professoren, dass es in der Uni weiter eine Möglichkeit geben muss, 35-Millimeter-Kopien vorzuführen", erzählt der Projektkoordinator. Das dürfte die ehrenamtlichen Betreiber allerdings vor wachsende Probleme stellen, da selbst kleine Verleihe zunehmend nur noch Digitalkopien anbieten. Das KiK hat zwar einen 2K-Beamer, um Blurays vorzuführen. Für Profi-Digitalkopien würde allerdings ein Spezialprojektor benötigt, den sich der studentische "Objektiv e.V." als Betreiber aber vorerst nicht leisten kann.

Das KiK ist ein nichtkommerzielles Kino, das von Studenten betrieben wird. Einen großen Teil der Kosten trägt indirekt die TU, die auch den Hörsaal für die abendlichen Film-, Musik- und Sonderveranstaltungen des KiKs bereit stellt. An der Auswahl der Filme ist das studentische Publikum beteiligt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.05.2014

Heiko Weckbrodt

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