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Schnelles Internet in Dresden dank Glasfasern der Drewag - Pilotprojekt "Industriegelände" startet

Schnelles Internet in Dresden dank Glasfasern der Drewag - Pilotprojekt "Industriegelände" startet

Die Stadt Dresden will nicht mehr auf Telekom & Co. warten und geht nun gemeinsam mit ihrer Tochter Drewag eigene Wege, um für schnelleres Internet zu sorgen: Die Stadtwerke haben damit begonnen, ihr unternehmenseigenes Glasfasernetz bis ins Industriegelände Nord auszudehnen.

In der kommenden Woche soll der erste gewerbliche Kunde dadurch einen schnellen Netzanschluss bekommen. Das geht aus Mitteilungen der Stadtverwaltung und der Stadtwerke-Tochter "Drewag Netz" hervor.

Entsprechende Pläne waren bereits im vergangenen Sommer durchgesickert (DNN berichteten exklusiv). Initiiert hatte diese Lösung vor allem das Wirtschaftsdezernat, dem viele Unternehmen seit Monaten, teils seit Jahren in den Ohren liegen, dass immer mehr ihrer Geschäftsprozesse auf schnelle Internetzugänge angewiesen sind, sie aber vielerorts nur lahm tröpfelnde Kupfer-DSL-Zugänge mit Geschwindigkeiten unter zwei Megabit je Sekunde (Mbs) von der Telekom bekommen. "Die Versorgung mit schnellen und leistungsfähigen Internet-Zugängen ist für heutiges Leben und Wirtschaften unverzichtbar", betonte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames.

Als Wirtschaftsförderung zapft Dresden daher nun die Glasfaserleitungen dafür an, die Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und andere Akteure in der Stadt ohnehin verlegt hatten, um ihre verteilten Standorte intern zu vernetzen. Damit sind Internetzugänge mit über 50 Mbs möglich. Sollte sich das Pilotprojekt "Industriegelände" bewähren, will Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die Betriebe auch in anderen Stadtvierteln auf diesem Wege unabhängiger vom Ausbauwillen der großen Telekommunikationskonzerne machen - zum Beispiel im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee.

Anderseits habe das Straßen- und Tiefbauamt erklärt, nicht genügend Kapazitäten zu haben, um die Anträge auf Verlegung von Versorgungsleitungen zügig bearbeiten zu können, informierte Lames. Er forderte die Verwaltung daher auf, "alles dafür zu tun, dass nicht das Genehmigungsverfahren zur Bremse wird."

Auch für Otto Normaldresdner sind derweil komfortablere und schnellere Internetzugänge "in der Mache": In Striesen und Blasewitz beispielsweise baut die Telekom derzeit ihr Glasfasernetz mit der "Fiber to the Home"-Technik (FTTH) aus, um ab 2015 dort 200-Mbs-Leitungen anbieten zu können. Parallel dazu bereitet die "Dresden Information GmbH" (DIG) ein Gratis-WLAN-Netz für die Innenstadt vor. Zudem haben Telekom und Vodafone ihre Handy-Datenfunknetze in der sächsischen Landeshauptstadt so aufgerüstet, dass diese teilweise sogar den Standard "LTE Advanced" (225 Mbs) unterstützen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.01.2014

Heiko Weckbrodt

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