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Schauspielerin Veronica Ferres: "Das exaltierte Spielen reizte mich"

Schauspielerin Veronica Ferres: "Das exaltierte Spielen reizte mich"

Mit Filmen wie "Schtonk!" und "Superweib" gelang ihr einst der Durchbruch als Schauspielerin. In ihrem neuesten Streifen "Hectors Reise" steht Veronica Ferres zusammen mit den Weltstars Simon Pegg, Christopher Plummer und Jean Reno vor der Kamera.

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Schauspielerin Veronica Ferres beehrte am Mittwoch zu später Stunde die Filmnächte am Elbufer.

Quelle: Dietrich Flechtner

Bei der Vorpremiere am späten Mittwochabend im Rahmen der Filmnächte am Elbufer war die 49-Jährige persönlich zugegen. Die DNN sprachen mit ihr.

Frau Ferres, Ihren neuen Film vor der nächtlichen Dresdner Altstadtsilhouette zu sehen, war das für Sie etwas ganz Besonderes?

Natürlich, Dresden ist einfach ein traumhafter Ort für solch eine Premiere mit unheimlich herzlichen Menschen. Und dass ich hier mit unserem Regisseur Peter Chelsom sein kann, einem ganz wunderbaren Mann und Künstler, wertet diesen Abend für mich zusätzlich auf. So ein Event wie heute zeigt mir, dass ich öfter nach Dresden kommen muss.

Sie spielen in "Hectors Reise" eine Frau namens Anjali. Wie tickt die?

Es handelt sich um eine Nebenrolle, in der ich eine durchgeknallte, verrückte Wahrsagerin verkörpere. Das sehr exaltierte Spielen der Anjali hat mich gereizt. Und natürlich, ein Teil dieses großartigen Ensembles sein zu dürfen.

Der Protagonist des Films, Psychiater Hector, begibt sich auf eine abenteuerliche Reise um die Welt um herauszufinden, was Glück bedeutet. Haben Sie für sich eine Antwort darauf gefunden?

Glück ist für mich, so geliebt zu werden, wie man wirklich ist. Mit Schwächen, mit Unvollkommenheiten, aber dass die einem nie vorgehalten oder ausgenutzt werden. Glück ist aber gleichzeitig auch der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee am Morgen sowie Erfüllung im Beruf.

Täuscht der Eindruck oder konzentrieren Sie sich derzeit tatsächlich mehr auf internationale Produktionen?

Nein, der Eindruck täuscht. Es ist nach wie vor gemischt. Mein nächster großer deutscher Film, "Die Staatsaffäre", steht bereits in den Startlöchern. Darin spiele ich die Bundeskanzlerin. In zwei Wochen feiern wir Premiere in Berlin, am 2. September wird der 90-Minüter dann im Fernsehen ausgestrahlt. Und als nächstes kommt wieder eine internationale Kinoproduktion über Casanova mit John Malkovich in der Hauptrolle.

Wenn Sie einen deutschen Film mit solch einer internationalen Produktion vergleichen, sehen Sie da Unterschiede?

Ja, die Teams sind um einiges größer. Man hat Schwierigkeiten, in der Mittagspause seinen Trailer zu finden. Ansonsten ist es genauer durchgetaktet und die interessiert alle nicht, wer Veronica Ferres ist. Die kennen auch keine Veronica Ferres. Da geht es einfach nur blank um die Qualität der Arbeit und das liebe ich.

Letztlich war Ihre Wahrsagerin Anjali der Grund für Hectors Ausbruch aus seinem normalen, spießigen Leben. Wie empfanden Sie dieses Zusammenspiel mit Ihrem Kollegen Simon Pegg?

Höchst interessant, denn der Dialog zwischen den beiden in einer der Schlüsselszenen ist ja unheimlich tiefgründig. Anjali dreht den Spieß einfach um, plötzlich ist nicht mehr sie die Patientin, sondern er, der Psychiater.

Die Botschaft des Films scheint zu sein: Gehe in die Ferne, um am Ende das schätzen zu lernen, was zu Hause auf dich wartet. Haben Sie solch eine Erfahrung schon einmal gesammelt?

Ja und ich glaube in der Tat, dass das wahre Glück oft sehr viel näher ist, als man denkt. Im Moment bin ich übrigens sehr sehr glücklich.

Wo steckt für Sie der größte Glücksmoment in "Hectors Reise"?

Unfassbar ist immer wieder zu sehen, wie Simon Pegg unter der Glocke voller Elektroden sitzt und seine ganzen Gefühle plötzlich zulässt. Das kann man sich gar nicht vorstellen, wie unheimlich schwierig es für einen Schauspieler ist, so etwas darzustellen. Da kriege ich jedes Mal eine Gänsehaut.

Der Film wurde englischsprachig gedreht, war das für Sie eine besondere Herausforderung?

Es ist ja nicht meine erste englischsprachige Produktion, insofern bin ich da schon ziemlich routiniert. Trotzdem ist es sehr fremd, jetzt die deutsche Synchronisation zu hören und ich muss sagen, dass mir persönlich die originale Fassung besser gefällt. Das hat überhaupt nichts mit der Leistung der Synchronsprecher zu tun. Aber das Englische ist mir sehr vertraut und ich kenne durch die Dreharbeiten natürlich die Originalstimmen der Kollegen, so wie wir eben am Set miteinander gesprochen haben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2014

Christoph Stephan

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