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Rolf Hoppe sichtet Drehbrücher - Arbeiten für Follett-Zweiteiler abgeschlossen

Rolf Hoppe sichtet Drehbrücher - Arbeiten für Follett-Zweiteiler abgeschlossen

Ein Blick in dieses Gesicht, das von gelebter Zeit erzählt und die Spuren des Alter(n)s wie eine Entdeckungsreise empfinden lässt, macht nachvollziehbar, warum namhafte, international erfolgreiche Regisseure den Dresdner Schauspieler Rolf Hoppe immer wieder engagieren.

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Bankier-Dynastie Pilaster (v.l.): Edward (Daniel Sträßer), Joseph (Thorsten Merten), Seth (Rolf Hoppe/vorne), Samuel (Axel Milberg), Hugh (Dominic Thorburn).

Quelle: ZDF/ Patrick Redmond.

Es gibt nur wenige seines Metiers und seiner Generation, die mit reduziertem Mienenspiel und genau überlegten Gesten und Sätzen so viel auszudrücken vermögen wie der heute 84-Jährige. Auch Christian Schwochow, dem die Verfilmung des Mammutwerkes "Der Turm" des Dresdner Autors Uwe Tellkamp gelungen ist, hat sich der hohen Darstellungskunst Rolf Hoppes versichert und ihn für Dreharbeiten für einen Film nach Ken Folletts Bestseller "Die Pfeiler der Macht" gewonnen.

Darin spielt Hoppe, wen wundert's, den Patriarchen einer Familie. Das Bankhaus Pilaster ist zwar eines der größten und einflussreichsten Bankhäuser Englands, nach innen aber ist die Familie zutiefst zerstritten. Schauspielerkollegen Rolf Hoppes in diesem historischen Zweiteiler sind u.a. Jeanette Hain, Laura de Boer, Dominic Thorburn, Axel Milberg, Thorsten Merten, Yvonne Catterfeld, Stephanie Stumph, David Bennent, Daniel Sträßer und Albrecht Abraham Schuch. Das Drehbuch stammt von Annette Simon. "Die Pfeiler der Macht" ist eine ZDF-Koproduktion mit Constantin Television und Network Movie. Produzenten sind Kerstin Schmidbauer, Robin von der Leyen (Constantin Television) und Wolfgang Cimera (Network Movie).

Zu den Dreharbeiten reiste Rolf Hoppe dreimal nach Dublin, immer in Begleitung seines Enkels Oscar. Dieser ist der Sohn von Hoppes Tochter, der Schauspielerin und Moderatorin Josephine Hoppe, und von Schau- und Puppenspieler Dirk Neumann, die beide auch zum Ensemble von Hoppes Hoftheater gehören. Oscar, der im vergangenen Schuljahr sein Abitur gemacht hat, stand dem berühmten Großvater als persönlicher Assistent zur Seite und half ihm vor Ort u.a. mit erstklassigen Englisch-Sprachkenntnissen. Es sei eine sehr intensive Zeit gewesen, erinnert sich der junge Mann, und habe neben der Arbeit am Set auch interessante Begegnungen und lebendige Eindrücke von Dublin und dem Land gebracht.

Für Rolf Hoppe, der zwar nicht mehr auf der Bühne steht, aber immer noch vor der Kamera, sind "Die Pfeiler der Macht" inzwischen ein abgeschlossenes Kapitel. Über neue Arbeiten, über Kommendes denkt er mit bedächtiger Ruhe nach, denn der dem Leben freudig zugewandte Mime nimmt sich die persönlichen Freiheiten, die ihm auch oder erst recht in seinem hohen Alter zustehen. Wie zum Beispiel ein bisschen "faul zu sein", wie er gestern am Telefon in humorvollem Tone sagte.

Auf seinem Tisch liegen bereits zwei neue Drehbücher. Zur Begutachtung. Denn Schauspieler zu sein, das gehört zu Rolf Hoppes Leben. Auch mit 84. Welches der beiden Projekte seinen Gefallen findet, verrät er indessen nicht. "Ich rede nicht über ungelegte Eier", sagt er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.01.2015

Kerstin Leiße

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