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Polizei warnt: Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken können Einbrecher anlocken

Polizei warnt: Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken können Einbrecher anlocken

Urlaubsfotos bei Facebook oder Twitter können Kriminellen eine Steilvorlage für Einbrüche bieten. „Wir gehen davon aus, dass Täter auch derartige Informationen nutzen, um Einbruchdiebstähle zu begehen“, sagte eine Sprecherin des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) der Deutschen Presse-Agentur.

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Quelle: dpa

Das LKA rät deshalb zur Vorsicht bei im Internet veröffentlichten Selfies und Urlaubsgrüßen - vor allem, wenn Klarname und Wohnort ebenfalls bekannt sind.

„Die Leute müssen natürlich nicht generell darauf verzichten“, so die LKA-Sprecherin. Aber es sei ratsam, Fotos von Sonne, Strand und Meer erst nach dem Urlaub ins Internet zu stellen - wenn Haus oder Wohnung wieder bewohnt sind. Denn laut Polizei suchen viele Einbrecher gezielt nach Häusern und Wohnungen, die für eine gewisse Zeit leer stehen - etwa weil die Bewohner im Urlaub sind.

Seit Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Sachsen. 2014 wurden 3869 Wohnungseinbrüche registriert - 249 Fälle mehr als im Jahr zuvor. Etwa 22,5 Prozent der Delikte konnten aufgeklärt werden. In rund 21 Prozent der Fälle machten Diebe die Wohnung tagsüber unsicher. Als Ursache für die auch bundesweit gestiegene Zahl sieht das Innenministerium zum einen die gestiegene Beschaffungskriminalität. Zum anderen gebe es mehr mobil auftretende Banden aus Ost- und Südeuropa.

Aber nicht nur in der Urlaubszeit, sondern auch am Wochenende oder an Arbeitstagen schlagen Langfinger gern zu, weiß Thomas Knaup von der Polizeidirektion Görlitz. „Immer dann, wenn niemand zu Hause ist.“ Auch an besonders heißen Tagen hätten Diebe oft leichtes Spiel. Dann stünden viele Terrassentüren und Fenster auf - auch über Nacht. Knaup rät deshalb, Fenster und Türen beim Verlassen oder auch kurzen Aufenthalten im Garten zu verschließen. In der Urlaubszeit sollten möglichst Nachbarn nach dem Rechten schauen, den vollen Briefkasten leeren und die Jalousien ab und an hochfahren.

Laut Jana Ulbricht von der Polizeidirektion Dresden spähen Diebe oft kurzfristig mögliche Gelegenheiten aus. „Wir gehen anhand von Zeugenaussagen davon aus, dass sich die Täter erst kurz vor dem Einbruch durch langes Klingeln oder starkes Klopfen vergewissern, ob sich jemand in der Wohnung oder dem Haus befindet.“

Laut LKA ist es häufig nicht nur der materielle Schaden, der Einbruchsopfern zu schaffen macht. Häufig seien auch dauerhafte psychische Störungen die Folgen. „Opfer müssen den Angriff auf ihre Privatsphäre verarbeiten“, erklärte Volker Pfitzner vom Landesverband des Weißen Rings. Der Verein kümmert sich um Opfer von Kriminalität - auch um Betroffene von Wohnungseinbrüchen. Vielen mache es zu schaffen, wenn sie etwa den Täter überraschen oder wichtige Erinnerungsstücke verschwunden seien.

dpa

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