Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Piraten planen Vorstoß für Gratis-WLAN: Piraten kritisieren Sperren im geplanten Dresdner Gratis-WLAN

Piraten planen Vorstoß für Gratis-WLAN: Piraten kritisieren Sperren im geplanten Dresdner Gratis-WLAN

Dresden erhält möglicherweise in naher Zukunft ein dichteres und breiter nutzbares WLAN-Internetfunknetz als bisher gedacht und von der „Dresden Informations GmbH“ (DNN berichteten) konzipiert: Die Piraten wollen im kommenden Jahr im Stadtrat beantragen, kommunale Gebäude für WLAN-Stationen nach dem „Freifunk“-Prinzip freizugeben.

Voriger Artikel
Dresdens City bekommt Mitte 2015 Gratis-WLAN
Nächster Artikel
Facebook sperrt Pegida vorübergehend
Quelle: dpa

Das kündigte Stadtrats-Pirat Norbert Engemaier den DNN an.

„Dresden braucht ein freies WLAN für freie Menschen“, betonte Engemaier, der kürzlich mit seinem Piraten-Kollegen Martin Schulte-Wissermann der Linksfraktion beigetreten war und damit die rot-rot-grüne Mehrheit im Rat hinter sich hat. „Die staatlichen Fördermittel der EU sollten jetzt zur Unterstützung von Freifunkinitiativen wie Freifunk Dresden ausgegeben werden.“

Bei „Freifunk“ handelt es sich um ein deutschlandweites Netzwerk von Privatpersonen, die WLAN-Zugänge im öffentlichen Raum kostenlos und ohne Beschränkungen freigeben. Bisher gibt es in Dresden erst ein paar Handvoll Freifunk-Stationen, die lose über das Stadtgebiet verteilt sind. „Das Hauptproblem sind hier die Aufstellplätze für die Router“, meint Engemaier. „Da könnte die Stadtverwaltung mehr tun, da sie nahezu überall eigene Gebäude hat, die sie zur Verfügung stellen könnte.“ Bisher gibt es in Dresden nur sehr dünne WLAN-Netze, die öffentlich und kostenlos nutzbar sind. Kabel Deutschland, Telekom und eine Reihe von Läden und Restaurants bieten zwar teils Gratis-Internetfunk an, aber meist mit vielen Einschränkungen.

Das bisher ambitionierteste Projekt kommt von der „Dresden Informations GmbH“ (DIG), die ab Mitte 2015 ein Kostenlos-Netz in der Innenstadt installieren will (DNN berichteten). „Prinzipiell ist jede Privatinitiative, die WLAN-Versorgung zu verbessern, natürlich erst mal begrüßenswert“, sagte Engemaier. Aber das DIG-Projekt lese sich so, „als ob hier alles falsch gemacht werden soll, was man falsch machen kann“.

So kritisierte der Pirat, dass im DIG-Netz Datenaustausch-Dienste („File Sharing“) und „unerwünschte“ Inhalte (etwa Porno-Seiten) geblockt werden sollen. „Schon die Debatte um kontrollierte staatliche Zensur von Webinhalten stieß gerechtfertigterweise auf breite Ablehnung. Eine Privatisierung von Internetsperren ist jedoch noch viel problematischer und daher ohne Wenn und Aber abzulehnen.“

hw

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Medien

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr