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Lost in Transition - Dresdner Journalisten drehen Dokumentation in Serbien

Lost in Transition - Dresdner Journalisten drehen Dokumentation in Serbien

Die Serpentinen im Vlasina-Gebirge sind schmal. Neben der Straße geht es tief hinab. Es liegt Schnee. „Ich glaube, der Wagen hat keine Winterreifen“, sagt der DNN-Volontär Hauke Heuer, der am Steuer sitzt.

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Kamerateam interviewt den albanischen Geschäftsmann Nexhat Behluli.

Quelle: Rene Plaul

„Alles gut. Fahr einfach langsam“, beruhigt Fotograf René Plaul von der Rückbank, schaut wieder durch die Kamera und fotografiert durch die geöffnete Scheibe. Sein Kollege, Martin Förster, filmt derweil Schilder, die hinter der Frontscheibe auf ihn zugeschossen kommen. „Wie die Chinesen“, sagt Sanja Petrov, eine junge serbische Journalistin, lacht und schüttelt mit dem Kopf.

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Martin Förster und Hauke Heuer (v.l.) bei Dreharbeiten.

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Die vier sind seit Tagen unterwegs. Fahren kreuz und quer durch Südostserbien oder auch nach Belgrad und gehen der Frage auf den Grund: Wo steht Serbien 15 Jahre nach dem Ende des Nato-Bombardements, 14 Jahre nach der Revolution gegen Slobodan Milošević und elf Jahre nach dem Attentat auf den ersten demokratischen Premierminister Zoran Đinđić? Sie besuchen Bürgermeister, politische Aktivisten, Vertreter der Minderheiten im Land, Albaner, Bulgaren und Roma, Rechtsextreme und Journalisten – ein Querschnitt der serbischen Gesellschaft.

Dabei wird klar: Serbien braucht noch lange, um westeuropäische Standards zu erreichen. „Die alten Seilschaften aus der Milošević-Ära existieren bis heute. Wer einen guten Job ergattern will, muss nicht qualifiziert, aber Mitglied in der richtigen Partei sein. Die Politik ist oft in die Machenschaften der Mafia verstrickt. Ein wirklicher Wandel ist so nicht möglich“, umreißt Sanja Petrov eines der Kernprobleme in ihrem Heimatland.

Die Journalistin will mit der Dokumentation, die das Filmteam „Lost in Transition“ (Verloren im Übergang) getauft hat, diese Missstände aufzeigen. Nicht nur für ein westeuropäisches Publikum, sondern auch für Serben. So wird der Blog, der die Dreharbeiten dokumentiert, je nach Herkunftsland des Besuchers, nicht nur auf Englisch oder Deutsch, sondern auch auf Serbisch veröffentlicht. Die Homepage soll der Dokumentation schon während der Dreharbeiten Aufmerksamkeit für eine spätere Veröffentlichung im Internet verschaffen. Eine gute Grundlage, um sich nach dem fertigen Schnitt europaweit bei Filmfestivals zu bewerben.

Mehr Informationen zu dem Filmprojekt bei Facebook oder unter www.lostintransitionfilm.com

Hauke Heuer

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