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Henckel von Donnersmarck: Lese viele Drehbücher über NS-Zeit nicht

Oscar-prämierter Regisseur schreibt lieber selbst Henckel von Donnersmarck: Lese viele Drehbücher über NS-Zeit nicht

Der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“) bekommt so viele Drehbücher mit Bezügen zur Nazi-Vergangenheit, dass er viele davon nicht mehr anschaut. „Ich muss zugeben, dass ich die meisten davon gar nicht mehr lese“, sagte der 42-Jährige. Er schreibe lieber selbst.

Die Regisseure (l-r) Volker Schlöndorff, Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck diskutierten im Berliner Schloss Bellevue bei einer Soiree mit dem Titel "Blicke auf Deutschland" zur Würdigung des deutschen Films mit der Moderatorin der Gesprächsrunde, der Schauspielerin Iris Berben (2.v.r.). Die Schauspielerin ist Präsidentin der Deutschen Filmakademie.

Quelle: dpa

Berlin . Der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“) bekommt so viele Drehbücher mit Bezügen zur Nazi-Vergangenheit, dass er viele davon nicht mehr anschaut. „Ich muss zugeben, dass ich die meisten davon gar nicht mehr lese“, sagte der 42-Jährige am Freitagabend im Berliner Schloss Bellevue. Da wiederholten sich oft viele Filmklischees. „Also verwende ich die Zeit lieber darauf, selber zu schreiben.“

Nach Angaben des Medienboards Berlin-Brandenburg arbeitet der Oscar-Preisträger aktuell an einem neuen Spielfilm. In „Werk ohne Autor“ soll ein Künstler seine Erlebnisse aus der NS- und der SED-Diktatur verarbeiten. In Dresden wurden am Samstag Komparsen gesucht. Der Andrang bei dem Casting sei sehr groß gewesen, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels, in dem sich die Laiendarsteller vorstellten. Die Agentur Filmgesichter suchte 1500 Komparsen.

Weil der Film die Geschichte eines Künstlers in den 1960er Jahren erzählen soll, der sich mit der Instrumentalisierung seiner Kunst in den beiden Diktaturen auseinandersetzt, müssten die Komparsen optisch in die Zeit von 1940 bis 1960 passen, hieß es.

In Berlin diskutierte Henckel von Donnersmarck mit der Schauspielerin Iris Berben und den Regisseuren Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“) und Caroline Link („Nirgendwo in Afrika“) unter anderem über die Bedeutung deutscher Filme im Ausland. Er glaube, grundsätzlich sei die Stimmung gegenüber dem deutschen Film sehr positiv, sagte er. Das merke man auch in Los Angeles.

Bundespräsident Joachim Gauck hatte an dem Abend Filmschaffende eingeladen, um den deutschen Film zu ehren. Es kamen unter anderem die Regisseurin Doris Dörrie und der mittlerweile 97 Jahre alte Filmproduzent Artur Brauner. Ein Hingucker bei der Soiree im Schloss waren die langen Haare von Henckel von Donnersmarck, der damit seine Umgebung noch mehr überragte als sonst.

Für das Publikum gab es auch ein Ständchen – wenn auch nur in Playback. Das Ensemble des Films „Comedian Harmonists“ von 1997 tat sich noch einmal zusammen, um mit Frack und Fliege einige Lieder nachzustellen. Inklusive Handkuss von Ben Becker für die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

dpa

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