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Gunther Emmerlich findet Verfilmung von „Der Turm“ „sehr interessant“ - auch kritische Worte

Gunther Emmerlich findet Verfilmung von „Der Turm“ „sehr interessant“ - auch kritische Worte

Am Montag feierte die Verfilmung des Tellkamp-Bestsellers „Der Turm“ im Dresdner Parkhotel am Weißen Hirsch Premiere. Unter den Gästen war auch Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich, der seit vielen Jahren in der Dresdner Villengegend wohnt.

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Gunther Emmerlich

Quelle: Archiv

Die filmische Umsetzung des Buches empfand Emmerlich als „sehr interessant“, er fand aber auch einige kritische Worte. „Ich habe großartige schauspielerische Leistungen gesehen. Vor allem Jan Josef Liefers hat überzeugt“, sagte er.

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Der Weiße Hirsch wird im Roman zur Nautilusmuschel.

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Es sei sinnvoll gewesen, dass der Film vor allem die Buddenbrook-ähnliche Familiensaga beleuchtet habe. Der Film sei dadurch übersichtlicher geworden als das Buch. Auf die Frage, ob er als Bewohner des Weißen Hirschs Züge aus seinem eigenen Leben wiedererkannt habe, findet der Entertainer deutliche Worte: „Der Weiße Hirsch ist ja nur eine Metapher. Es könnte genauso gut der Kaßberg in Chemnitz oder irgendein anderes Wohngebiet sein.“ Außerdem habe er zu den von Tellkamp in dessen Buch beschriebenen Kreisen nicht dazu gehört. „Obwohl ich selbst nicht Teil dieser speziellen Kreise war, die Tellkamp beschreibt, hat man natürlich geahnt, dass es so etwas gegeben hat“, sagt der 68-Jährige.

„Das Leben in der DDR war vielschichtiger, als es je ein Buch oder Film zum Ausdruck bringen kann, aber ein Teil der Wahrheit ist dieser Film allemal“, so Emmerlich. Er sagt: „Leider hätten in Diktaturen gerade schlechte charakterliche Eigenschaften gute Entfaltungsmöglichkeiten. Man konnte in der DDR aber auch durchaus schöne Stunden verbringen– schließlich bin ich nicht mit der DDR ins Bett gegangen.“

Aus diesem Grund lässt er auch das Fazit eines Premierengastes aus den alten Bundesländern nicht gelten, der zu ihm am Montagabend sagte, dass am Ende doch irgendwie alle Opfer waren, auch die Stasi-Mitarbeiter: „Das wäre eine haltlose Schlussfolgerung, die man nicht aus dem Film ziehen sollte. Ich werde wütend, wenn man versucht, das damalige Regime schön zu reden.“

Die ARD sendet am Mittwoch und Donnerstag um 20.15 Uhr jeweils Teil I und Teil II der Verfilmung.

STH/sl

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