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Google und IW Köln küren Dresden wegen internetaffiner Unternehmen zur "eTown"

Google und IW Köln küren Dresden wegen internetaffiner Unternehmen zur "eTown"

"Ich kann mir nicht vorstellen, wie eine Unternehmensgründung vor 20 Jahren funktioniert hat", sagt Toni Heide. Mit seinem Freund Martin Hilbrich hat er vergangenen Sommer die "Dein Saft GmbH" gegründet, die über einen Online-Laden deutschlandweit Fruchtsaftkonzentrate verkauft.

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Der Dresdner Toni Heide setzt mit seiner Firma "Dein Saft" voll auf das Internet.

Quelle: Ralf U. Heinrich

Werbung, Bestellen, Bezahlen - alles läuft dort digital ab, auch wenn man inzwischen dabei sei, mit Partnern im Handel zu verhandeln, wie Heile sagt.

Die Saft-Gründung ist eines von vielen Unternehmen, die Dresden beim digitalen Wandel voranschreiten lassen. Das finden der Internetkonzern Google und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Sie haben Dresden zur "eTown" 2013 und damit zum digitalen Leuchtturm im Postleitzahlgebiet 0 (PLZ) erklärt, das neben Sachsen auch Teile von Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt umfasst. Dresden hat damit Leipzig abgehängt, das bei der erstmaligen Auszeichnung "digitalster" Städte im Vorjahr die Nase vorn hatte.

"Was man bei verschiedenen Studien immer wieder sieht, ist, dass wir eine überproportional innovative Wirtschaftsstruktur haben, die auf der starken Forschungsstruktur basiert", ordnete Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) das Ergebnis ein. Stellvertretend für die Dresdner Unternehmen bekam er gestern die Auszeichnung überreicht. Allzu hoch hängen will er den Titel offenbar nicht, dafür gibt es auch noch zu viel zu tun. "Wir werden von Seiten der Wirtschaft immer wieder auf das Thema Breitbandversorgung angesprochen", sagt Hilbert. Bisher haben sich die Anbieter auf Privathaushalte konzentriert, aber die Gewerbegebiete wie das Industriegebiet Klotzsche vernachlässigt. Man sei in der Wirtschaftsförderung dabei, die Unternehmer-Nachfrage zu bündeln, um so die Kommunikationsanbieter schneller zum Ausbau zu bewegen.

Die Auszeichnung basiert auf einer Studie, bei der das IW Köln Unternehmen befragt hat, wie relevant das Internet für sie ist. Außerdem flossen wachsende Nutzerzahlen beim Google-Werbedienst "AdWords" ein, was der Untersuchung einen dynamischen Faktor geben soll, wie IW-Referent René Arnold sagt. Im Ergebnis übertrifft Dresden den Durchschnitt im PLZ-Gebiet um zehn Prozentpunkte, was aber im bundesweiten Vergleich nicht viel heißen muss. Zwar wünscht Google nicht, die "eTowns" zu vergleichen, aber es liegt auf der Hand, dass es Unterschiede gibt. Ingolstadt etwa wurde zum Leuchtturm in einem laut Studie überdurchschnittlich gut digitalisierten Gebiet erklärt, das PLZ-Gebiet 0 wird in der Untersuchung als durchschnittlich angesehen. Uwe Hofmann

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2013

Uwe Hofmann

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