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Frank Apel nimmt Abschied von der Schauburg Dresden

Frank Apel nimmt Abschied von der Schauburg Dresden

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe ist es nun offiziell: Kinomacher Frank Apel verlässt die Schauburg. Bei der 150. „Rumpelkammer“ am Sonntagmittag verabschiedete er sich von den Filmfans, die ihm lange applaudierten.

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Frank Apel (rechts) übergibt das Zepter der Schauburg an Stefan Ostertag (links)

Quelle: Tanja Tröger

Apel wird der Dresdner Kinoszene jedoch erhalten bleiben.

So nimmt er die beliebte Filmdevotionalien-Versteigerung mit ins Kino in der Fabrik (KIF) und verpasst ihr eine Erfrischungskur.Bereits im Juli war Apel als Geschäftsführer der Nickelodeon GmbH ausgeschieden, die das Filmtheater Schauburg seit 1993 betreibt. Im September hat er sich auch als Gesellschafter zurückgezogen. „Alle Verträge sind unterzeichnet“, so Apel. Bereits vor zwei Jahren habe er diesen Ausstieg beschlossen.

Er sei weder krank noch habe er sich mit seinen Kollegen gestritten, erklärte das Kinobetreiber-„Urgestein“. Vielmehr seien nun, 20 Jahre nach der Übernahme der Schauburg durch die Nickelodeon GmbH, der Umbau-Kredit über 3 Millionen DM und die übrigen Schulden abbezahlt. Da aber in dem fast 90 Jahre alten Lichtspielhaus so manches renoviert werden muss, sind in Zukunft neue Investitionen und Kredite fällig. Der 58-jährige Apel hat jedoch keine Lust, sich noch 20 weitere Jahre um die Schauburg-Finanzen zu kümmern.

Also Adieu – mit einer Träne im Knopfloch und einem 1000-seitigen Wälzer über Stanley Kubricks nicht gedrehten „Napoleon“ als Abschiedsgeschenk seiner „Schaubürger“.„Ich weiß, dass ich einen verdammt guten Mann habe, der die Sache hier weiterführt“, verwies Apel auf Stefan Ostertag, der nun die Schauburg-Geschicke in der Hand hält. Ende 1994 fing der heute 37-jährige an der Bar an, wurde 1997 zum Theaterleiter ernannt und stieg später auch als Gesellschafter ins Unternehmen ein.Apel selbst bleibt weiterhin Gesellschafter im Löbtauer Kino in der Fabrik, das seine Frau Conny leitet. Bei der generalüberholten „Rumpelkammer“ können nun zusätzlich zur Versteigerung etliche Teams von Cineasten beweisen, wie gut sie sich im Filmbusiness auskennen.

Die Idee des Berliner „Film Table Quiz“ habe ihn total begeistert, erzählt Apel: „Da stehen die Leute ‘ne halbe Stunde vorher Schlange!“ Auch wenn er kokettiert, dass das wohl an der Elbe nicht so sein werde, kann man davon ausgehen, dass Apel an den letzten Freitagen im Monat nicht allein im Schwarzen Salon des KIF sitzen wird. Zu den in 16 Jahren Schauburg-„Rumpelkammer“ für den guten Zweck „zusammengesteigerten“ 23.400 Euro werden also noch einige hinzukommen.

ttr

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