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Fraktion Die Linke fordert kostenloses WLAN in ganz Dresden

Fraktion Die Linke fordert kostenloses WLAN in ganz Dresden

Kostenloses Chatten im Schatten der Dresdner Frauenkirche? Geht es nach dem Willen der Fraktion Die Linke im Dresdner Stadtrat, könnte dieses Szenario bald Realität werden.

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Kostenlose WLAN-Idee der Fraktion Die Linke sorgt für Diskussionen in Dresden

Das Netzwerk soll durch die Verknüpfung so genannter, bereits vorhandener Hotspots enstehen.

Quelle: Franziska Koark

In einem entsprechenden Antrag fordert Stadtrat Hans-Jürgen Muskulus ein freies und kostenloses WLAN im gesamten Dresdner Stadtgebiet.  

Nach seinem Verständnis gehört das Internet zur modernen Kulturtechnik und zum Selbstverständnis der gesamten Gesellschaft, nicht nur der Jugend. „Die Zukunftsidee in deutschen Städten heißt deshalb WLAN“, erklärte Muskulus. Der Zugang zu Informationen und ungehinderte Kommunikation seien unabdingbare Voraussetzungen für eine politische Teilhabe. Außerdem mache dieser moderne Service die Stadt noch attraktiver. Muskulus plant mithilfe von vorinstallierten Apps Einwohner und Touristen mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und über die städtische Entwicklung zu versorgen.

Die Idee der Fraktion soll dank so genannter Hotspots realisiert werden. Das heißt, dass Anbieter, die bereits freies WLAN anbieten - etwa Kaufhäuser, Hotels, Gastronomen oder private Freifunknetze – verknüpft werden, um damit ein flächendeckendes Netzwerk zu schaffen. „Die technischen Voraussetzungen dafür sind gegeben. Jetzt müssen Partner gefunden, die vorhandenen Anbieter überzeugt und die Lücken geschlossen werden“, so Muskulus. Beginnen soll der Ausbau des Netzes zunächst im 26er-Ring, also in der Innenstadt Dresdens, wo die Dichte der Anbieter bereits groß sei. Innerhalb von ein bis zwei Jahren sei dies umsetzbar.

Wie die flächendeckende Ausweitung eines freien WLAN-Netzes im gesamten Stadtgebiet möglich sei, darüber machte der Stadtrat eher vage Angaben. „Die Überlegungen, wo etwas installiert werden müsste, laufen. Aber das Stadtgebiet ist mit Strommasten übersät, die genutzt werden könnten“, sagte er. Auch den Einbau von Hotspots an Haltestellen hält er für möglich. Ähnlich unausgegoren zeigt sich die Idee in Bezug auf möglichen Missbrauch, etwa mit dem illegalem Download von Dateien, bei einem WLAN-Netz, das laut Muskulus ohne Passwort für jeden frei zugänglich sein soll. Hier müssten die Anbieter der Downloads dafür sorgen, dass ihre Inhalte nicht illegal heruntergeladen werden. Auch bei einer Kosteneinschätzung für sein Projekt musste der Stadtrat passen.

Das Modell funktioniert laut Muskulus bereits in der Münchner Innenstadt. Auf dem Marktplatz in Halle kann man dank der Zusammenarbeit der Stadt mit einem Privatradio ebenfalls kostenlos einen Hotspot nutzen, rund 2500 Nutzer pro Monat gehen so ins Internet. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will erreichen, dass alle Hauptstädter innerhalb des S-Bahn-Rings über ein privat betriebenes Netz kostenlos auf das Internet zugreifen können.

Christin Grödel

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