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Filmnächte zeigen verbotenen DDR-Film „Die Taube auf dem Dach“

Filmnächte zeigen verbotenen DDR-Film „Die Taube auf dem Dach“

Juli zeigen die Dresdner Filmnächte einen Streifen mit bewegter Vergangenheit - „Die Taube auf dem Dach". Dieser Film wurde 1973 aufgrund seines angeblich verzerrten Bildes der DDR-Realität nicht zur Ausstrahlung freigegeben, die Bänder vernichtet.

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Filmnächte zeigen verbotenen DDR-Film (Archivfoto).

Quelle: dpa

Am 20. Jedoch blieb eine Arbeitskopie erhalten, die bis 1989 verschollen war. Da erst fand sie ein Kameramann in der Ecke eines Vorführraums im Defa-Spielfilmstudio.

Der Kameramann veranlasste die Herstellung eines schwarzweißen Dup-Negativs und einer Kinokopie. Die Kopie ging nach 1990 verloren, doch 2009 gelang es der Defa-Stiftung das Negativ wiederzufinden und zu rekonstruieren. Diese Fassung wurde am 6. September 2010 in Berlin erstmals aufgeführt.

Hauptdarstellerin in dem verbotenen Film ist Heidemarie Wenzel, die bei der Filmnächte-Premiere anwesend sein wird. Die mittlerweile 71-jährige Schauspielerin erhielt aufgrund ihrer „politischen Unzuverlässigkeit" ab den 1970er Jahren immer weniger Angebote. 1986 stellte sie den Ausreiseantrag, auf den 1988 die Ausbürgerung folgte. In der Bundesrepublik wurde sie ab 1991 durch die Serie „Unsere Hagenbecks" bekannt. In „Die Taube auf dem Dach" spielt sie die Bauleiterin Linda Heinrichs aus Mecklenburg, die zwei unterschiedliche Männern kennenlernt und nach und nach beginnt über ihr Leben nachzudenken.

Neben ihr wird auch die Regisseurin Iris Gusner auf dem Filmnächte-Areal zugegen sein. Ihr erster Film bei der Defa war „Die Taube auf dem Dach", danach folgte der Märchenfilm „Das blaue Licht". 1980 zeigte sie in „Alle meine Mädchen" ein Gruppenporträt über Arbeiterinnen in einem Glühlampenwerk, für den sie den Kunstpreis des „Freien Deutschen Gewerkschaftsbund" und den Großen Steiger der Publikumsjury auf dem Nationalen Spielfilmfestival in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt erhielt. 1989 verließ Gusner die DDR und drehte im wiedervereinigten Deutschland Fernsehfilme und schrieb Drehbücher.

Einlass ist ab 20 Uhr, der Film wird um 21.30 Uhr über die Leinwand flimmern. Tickets kosten je nach Sitzplatz 7 oder 12 Euro.

bw

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