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Ein Sachse in Hollywood: Game of Thrones-Star Tom Wlaschiha im DNN-Interview

Ein Sachse in Hollywood: Game of Thrones-Star Tom Wlaschiha im DNN-Interview

Von Sachsen nach Hollywood: Mit seiner Rolle des Jaqen H‘ghar in der weltweit erfolgreichen Serie Game of Thrones hat es der Schauspieler Tom Wlaschiha geschafft, international bekannt zu werden.

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Tom Wlaschiha bei den Dreharbeiten zu Crossing Lines in Prag.

Quelle: dpa

Mittlerweile lebt der gebürtige Sachse, der in Dresden unter anderem am Theater Junge Generation und am ehemaligen Wechselbad (heute Boulevardtheater) spielte, in Berlin, kann sich seine Rollen aussuchen. Im DNN-Interview sprach er über die aktuelle fünfte Staffel der Fantasy-Serie, seine Heimat und aktuelle Projekte.

DNN: Wie waren die ersten Reaktionen der Fans auf die neue Staffel Game of Thrones?

Tom Wlaschiha: Über die fünf Staffeln ist der Hype immer größer geworden. Als ich das erste Mal in der zweiten Staffel mitgespielt habe, war das in Europa noch gar nicht so angekommen. Mittlerweile ist das Internet aber voll von Game of Thrones-Foren und Fanseiten, auf denen nach jeder Folge über Theorien spekuliert wird. Es ist echt beeindruckend, was das für Ausmaße angenommen hat.

Was denken Sie, worin das Erfolgsrezept der Serie besteht?

Da gibt es glaube ich einige. Erstens sind die Originalbücher wahnsinnig gut geschrieben. Und dann trifft Fantasy derzeit den Nerv der Zeit, weil man in eine komplett andere Welt eintauchen kann. Außerdem sind die Figuren sehr gut beschrieben, es gibt nicht nur gut und böse, schwarz und weiß. Es ist alles sehr vielschichtig, fast ein bisschen Shakespeare. Jede Figur hat ihr Geheimnis und da bleibt der Zuschauer natürlich dran.

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Nikolaj Coster-Waldau verkörpert den Königsmörder Jaime Lennister, der mit seiner Zwillingsschwester eine inzestuöse Beziehung hat. Foto: Str

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Schauen Sie sich die Serie selbst an?

Ich schaue mir die Serie natürlich auch selbst an. Allerdings will ich nicht immer eine Woche warten, bis eine neue Folge kommt. Das halt ich nicht aus. Deswegen warte ich bis alle Folgen gelaufen sind und schau sie mir dann in einem Rutsch an.

Wie froh sind Sie, wieder ein Teil von Game of Thrones zu sein?

Sehr froh natürlich. Ich wusste ja auch nicht, dass meine Rolle wiederkommen würde, da meine Figur in den Originalbüchern nicht wieder auftritt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich den Anruf vom Produzenten bekommen habe, dass sie mich wieder dabei haben wollen.

Was mögen Sie besonders an ihrer Rolle?

Jaqen ist sehr undurchsichtig und als Figur sehr stark geschrieben. Er hat ein Geheimnis, niemand weiß, woher er kommt und was wirklich sein Plan ist. Er ist ein Auftragskiller aber gleichzeitig ein Sympathieträger. Das hat man auch nicht so oft. Aus Schauspieler-Sicht spiele ich sowieso lieber nicht die „Guten“, weil Heldenfiguren meistens ein wenig langweilig sind. Ich mag eher gebrochene Figuren, die Probleme haben. Da kann man als Schauspieler wesentlich mehr spielen.

Sie sind in Bad Schandau und Neustadt in Sachsen aufgewachsen. Haben in Dresden viel Theater gespielt. Wie schwer fällt es Ihnen, den sächsischen Dialekt zu unterdrücken?

Ich geb mir gar keine Mühe ihn zu unterdrücken. Wenn ich irgendwo auf der Bühne oder vor der Kamera stehe, dann darf man das sächsisch natürlich nicht hören. Aber privat finde ich das auch charmant, ich mag Dialekte.

Vermissen Sie manchmal ihre Heimat?

Ich bin ja ab und zu da. Meine Eltern wohnen ja noch dort und ich komme auch immer wieder gern nach Hause. Vor allem auch nach Dresden, wo ich jahrelang Theater gespielt habe.

Was gefällt Ihnen eigentlich besser: Film oder Theater?

Das kann ich so nicht entscheiden. Ich spiele sehr gern Theater, weil dort meine Wurzeln liegen. Ich hab mich dann aber dafür entschieden, Film auszuprobieren, weil es was ganz anderes ist und andere Möglichkeiten bietet. Beim Theater hat man natürlich den direkten Kontakt zum Publikum, bekommt sofort Reaktionen von den Zuschauern. Der Reiz beim Film ist, dass das, was gedreht wurde, immer da sein wird. Theater ist eher ein flüchtiges Medium.  

Als Sie sich entschieden haben Schauspiel zu studieren, wollten ihre Eltern nicht, dass sie etwas „Vernünftiges“ lernen?

Eigentlich nicht. Meine Eltern haben mich immer unterstützt. Was vielleicht geholfen hat ist, dass ich einen Onkel habe der Opernsänger ist, damals schon sehr erfolgreich war und international viel engagiert wurde. Meine Eltern haben also gesehen, dass man mit einem künstlerischen Beruf durchaus sein Brot verdienen kann.

Welche Projekte stehen jetzt an?

Derzeit drehe ich in Prag für die Krimiserie Crossing Lines. Das ist mittlerweile die dritte Staffel, die im Herbst auf Sat1 laufen soll. Dann bin ich gerade bei einem Projekt für das Entwicklungshilfeministerium dabei. Wir drehen eine Reihe von Kurzfilmen über die Arbeitsschwerpunkte des Ministeriums. Wir waren im Januar in Äthiopien und im Juni fliegen wir nach Bolivien und drehen dort einen kleinen Film über die Auswirkungen des Klimawandels.

Wo werden die Filme zu sehen sein?

Die werden beispielsweise auf Youtube oder anderen Plattformen laufen. Ziel ist es, gerade die jüngere Generation für die Themen des Ministeriums zu interessieren und zu sensibilisieren.

Nadine Steinmann

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