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Dresdner TU-Komplex mit Kino an der Bebel-Straße wird saniert

Dresdner TU-Komplex mit Kino an der Bebel-Straße wird saniert

Seit Jahren warten Studenten, Dozenten und Kino-Freunde bereits darauf, nun ist es endlich soweit: Das alte Hörsaalgebäude der Technischen Universität (TU) Dresden an der August-Bebel-Straße und damit auch das studentische "Kino im Kasten" (KiK) sollen ab April für fünf Millionen Euro saniert werden.

Von Heiko Weckbrodt

Unter anderem werden die Gebäudehülle in Ordnung gebracht und der große Hörsaal mit moderner Technik aufgerüstet. Der Staatsbetrieb "Sächsisches Immobilien- und Baumanagement" (SIB) will außerdem den Brandschutz des 1973 errichteten Gebäudes gegenüber vom ehemaligen Wehrkreiskommando verbessern, behindertengerechte Eingänge einrichten und einen neuen Aufzug installieren, wie SIB-Sprecherin Andrea Krieger informierte.

Außerdem ist ein Neubau für das Fahrzeugtechnische Versuchszentrum der Fakultät Verkehrswissenschaft geplant. Des Weiteren sollen "die vorhandenen Kraftfahrzeugtechnischen Hallen angepasst werden, um dafür andere, ungeeignetere Standorte in Dresden aufgeben zu können", teilte Mathias Bäumel von der TU-Pressestelle mit.

Sanierung ist schon seit Jahren geplant

"Diese Sanierung ist schon seit Jahren geplant, in der Vergangenheit fehlte aber das nötige Geld dafür", erklärte Bäumel. Doch jetzt sind die Mittel bereit gestellt und es soll recht rasch losgehen: Bereits im März muss das alte Vorlesungsgebäude für die Bauarbeiter geräumt sein. Die Sanierung soll im Herbst 2013 abgeschlossen sein. Das ebenfalls sanierungsbedürftige Hochhaus nebenan, in dem die TU nur Mieter ist, kommt voraussichtlich danach an die Reihe. Dieses "Haus 116" will der Bund aller Voraussicht nach ab 2013 in Schuss bringen.

Gerade auch die KiK-Macher freuen sich, dass sich nun endlich etwas bewegt: "Das wurde wirklich Zeit", meinte Paulo Isenberg Lima, der studentische Leiter des Kinos. "Die Technik und die Toiletten sind - vorsichtig gesagt - nicht gerade vorzeigbar." In letzter Zeit sei zum Beispiel öfter mal mitten in der Filmvorstellung das Notlicht angegangen - "und keiner wusste, wie das überhaupt auszuschalten ist", berichtet der Kinoleiter.

Studentenkino rüstet Ton zur Dolby-Qualität auf

Aber dieses und weitere Übel sollen mit der Sanierung abgestellt werden. So bekommt der Hörsaal modernere Beamer, eine Klima-Anlage, auch die Polsterstühle werden erneuert. Auch hat der KiK-Betreiberverein inzwischen nahezu alle Technik beisammen, um demnächst Filme mit Dolby-Surround-Ton statt Monoklängen abspielen zu können.

Da der Umbau eineinhalb Jahre dauert, muss sich das Kino allerdings nun einen Ausweichstandort suchen. Der soll bis April, wenn das Sommersemester beginnt, auch gefunden sein. Er persönlich favorisiere den Schönfeld-Hörsaal am Barkhausenbau, mitten im TU-Campus, sagte Isenberg Lima. Entschieden sei dies aber noch nicht.

KIK wurde 1993 von Studenten gegründet

Entstanden war das KiK als studentische Initiative Anfang 1993. Pro Jahr zeigt das Kino reichlich 30 Filme, vor allem Klassiker und besondere Streifen, die in den kommerziellen Kinos kaum oder nicht mehr gezeigt werden. In den vergangenen beiden Semestern (entspricht einem Jahr) hatte es rund 1800 Besucher - "eine Steigerung", wie der Leiter betonte.

www.kino-im-kasten.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2012

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