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Dresdner Filmteam produziert Film über die dunklen Seiten von Banken

Dresdner Filmteam produziert Film über die dunklen Seiten von Banken

In einem Garten auf dem Weißen Hirsch ist am Montagnachmittag der Siegerspot für den diesjährigen Dresdner Sukuma Award produziert worden. Der Filmpreis wird am 20. August im Rahmen der Filmnächte am Elbufer verliehen.

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Trotz großer Hitze agierten die Darstellerinnen Babette Kuschel (re.) und Conny Grotsch (li.) sowie der fünfjährige Justus Klarfeld (nicht im Bild) konzentriert vor der Kamera.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Bis zum 31. Juli konnten alle Dresdner unter dem Motto „Kennen Sie ihr Bankgeheimnis?“ auf der Homepage www.sukuma-award.de Filmideen einreichen, die den Bankensektor kritisch beleuchten.

Erfolgreich war am Ende der Meißener Lehrer Michael Klarfeld. Eine von ihm erdachte Geschichte kommt bei der Preisverleihung auf die große Leinwand. „Ich habe durch eine ehemalige Schülerin von dem Wettbewerb erfahren. Als sie mich fragte, ob ich eine Idee für einen Clip habe, ist mir sofort etwas eingefallen“, sagt der 34-Jährige. Ihm sei es wichtig gewesen, sich eine Handlung auszudenken, die nicht gleich im ersten Moment mit der Institution Bank verbunden wird, so Klarfeld. Aus diesem Grund entschied er sich für eine Mutter-Kind-Geschichte.

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In einem Garten auf dem Weißen Hirsch hat das Filmteam die Idee von Michael Klarfeld umgesetzt.

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Diese spielt in einem Garten, wo sich die Mutter eines kleinen Jungen (gespielt von Michael Klarfelds fünfjährigem Sohn Justus) mit einer Freundin unterhält. In dem Gespräch sagt sie, dass die sich freuen würde, wenn ihr Kind später einmal ein erfolgreicher Banker werden würde. Während sie aber so erzählt, treibt ihr Sohn auf der Wiese Schabernack. Unter anderem fährt er mit einem Miniatur-Lkw über eine Blumenrabatte. Mit diesen Gesten wollen die Macher des Films subtil die Beteiligung der Banken an der Umweltzerstörung thematisieren.

„Wir möchten mit dem Film ein Bewusstsein schaffen, dass es Banken gibt, die das Geld ihrer Kunden zum Beispiel für umweltzerstörende Großprojekte, Nahrungsmittelspekulationen oder für die Finanzierung von Waffengeschäften verwenden“, erklärt der Sprecher des Awards, Sascha Kornek. Allerdings gebe es auch Banken, die diese Praktiken nicht unterstützen und für Nachhaltigkeit und Umweltschutz eintreten. „Jeder einzelne sollte daher gut überlegen, welcher Bank er sein Geld gibt“, so Kornek.

Etwa zehn Leute haben sich ehrenamtlich für die Filmproduktion engagiert. Einer von ihnen ist Regisseur Thomas Frick, der bereits im Vorjahr den Spot über sächsische Polizeiuniformen produziert hat, die zu Billiglöhnen in Osteuropa hergestellt werden.

„Ich denke schon, dass wir mit den Filmen etwas bewirken können. Schließlich haben wir bei den Filmächten und später in zahllosen Kinos ein großes Publikum“, betont Frick. Werbespots seien dabei ein Format, wo man schnell auf den Punkt kommen muss.

„Das funktioniert am besten, wenn die Leute erst einmal etwas zu lachen haben, ihnen das Lachen aber später im Halse stecken bleibt, wenn sie den ernsten Hintergrund erfahren“, so Frick, der 2009 gemeinsam mit Sascha Korneck einen kritischen Film über einen Ausbeuterbetrieb (Sweatshop) im indischen Mumbai gedreht hat.

Stephan Hönigschmid

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