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Dresden für Alle startet Internetplattform „Afeefa.de“ – Stadt hofft auf weitere Fortschritte

Dresden für Alle startet Internetplattform „Afeefa.de“ – Stadt hofft auf weitere Fortschritte

Nach rund sechs Monaten Arbeit hat das Bündnis „Dresden für Alle“ am Freitag seine neue Online-Plattform „ Afeefa.de“ vorgestellt.

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Quelle: Stephan Lohse

Dort sollen künftig Asylsuchende und Helfer alle Infos und Ansprechpartner finden, die sie benötigen. Im Mittelpunkt stehe dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Der Name ist ein Akronym und steht für „Einer für alle – alle für einen“, den Leitspruch der drei Musketiere.

Bis zu 20 Helfer hätten an dem Projekt gearbeitet, berichtet Projektkoordinator und Programmierer Felix Schönfeld. Anfangs habe man eine kleine schnelle Seite bauen wollen, habe aber schnell gemerkt, dass das Projekt deutlich komplexer werden muss, um einen Mehrwert zu bieten, erinnert sich der Diplom-Student.

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Im Mittelpunkt der Plattform steht eine Karte, auf der alle Angebote angezeigt werden.

Quelle: Stephan Lohse

Im Mittelpunkt steht eine Karte, auf der vor allem Flüchtlinge zahlreiche Hilfsangebote finden. Piktogramme unterscheiden beispielsweise zwischen Übersetzungsangeboten, Beratung oder Freizeittreffs. Über eine Börse können Interessenten eigene Hilfsangebote oder Gesuche eintragen. Komplettiert wird Afeefa.de durch zwei Leitfäden für Flüchtlinge und Helfer, die vor allem Basisinformationen vermitteln sollen.

Das ganze Angebot ist zehnsprachig. Alle Texte sind unter anderem in afghanisch, eritreisch oder arabisch übersetzt. Dies habe mit die meiste Arbeit gemacht, verrät einer der Programmierer. Dresden für Alle habe hier mit zahlreichen Dolmetschern zusammengearbeitet, die ebenso wie alle anderen Helfer und Programmierer überwiegend ehrenamtlich tätig waren.

Seidel zeigt sich begeistert

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) zeigte sich am Freitag begeistert über die neue Plattform. Sie verkörpere beispielhaft die Arbeit der Dresdner Zivilgesellschaft, sei praktisch angelegt und werde hoffentlich auch der Stadt bei ihrer Arbeit helfen. Seidel könne sich zum Beispiel vorstellen, über Afeefa weitere dringend benötigte Wohnungen oder auch Arbeitsangebote für Flüchtlinge zu finden.

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Bis zu 20 Menschen waren an dem Projekt beteiligt.

Quelle: Stephan Lohse

Vor allem bei den Unterkünften habe Dresden noch dringenden Handlungsbedarf. Aktuell leben laut Seidel rund 2500 Flüchtlinge in der Stadt, bis Jahresende könnten noch 1700 Menschen neu hinzukommen – die bestehenden Kapazitäten reichen dafür nicht aus. Private Wohnungsangebote hätten zudem einen Vorteil: Während die Wohnungen der Gagfah vor allem in Prohlis und Gorbitz liegen, könnten private Vermieter helfen, die Menschen besser im Stadtgebiet zu verteilen.

Seite noch nicht komplett - Macher hoffen auf Fördergelder

Wie die Macher um Felix Schönwald und Steffen Heidrich vom Kama e.V. am Freitag zugeben mussten, ist die neue Seite noch nicht ganz fertig. Zum einen sollen jetzt nach und nach weitere Hilfsangebote einfließen, zum anderen wird noch am Funktionsumfang der mobilen Seite gearbeitet. Das werde aber voraussichtlich langsamer ablaufen als bis jetzt. Denn nach sechs Monaten Arbeit seien die Helfer an der Leistungsgrenze. Ohne finanzielle Förderung sei eine Weiterentwicklung, beispielsweise um die Plattform auch auf andere gesellschaftliche und soziale Gruppen auszudehnen, nicht machbar, sagt Heidrich.

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Projektkoordinator und Programmierer Felix Schönfeld

Quelle: Stephan Lohse

Zum benötigt die Seite künftig eine dauerhafte Betreuung, da alle eingehenden Angebote und Gesuche von Dresden für Alle geprüft werden. Zudem sollen auch die privaten Postings in möglichst viele Sprachen übersetzt werden, was weiteren Aufwand bedeutet.

Hinzu kommen inhaltliche Punkte. Zwar habe man Afeefa.de bereits einigen Flüchtlingen vorgestellt, um deren Feedback zu erhalten. In den kommenden Wochen und Monaten müsse man aber abwarten, welche Funktionen und Inhalte wie angenommen werden und wo Dresden für Alle nachsteuern muss. „Vielleicht sieht die Seite in einem Monat schon wieder ganz anders aus“, sagt Programmierer Schönwald.

Stephan Lohse

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