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Dresden: Neue Dreck-Weg-App soll nur der Anfang sein

Dresden: Neue Dreck-Weg-App soll nur der Anfang sein

Dresden. Seit neuestem können die Dresdner Müllberge, illegale Sperrmüllhaufen oder überfüllte Abfallcontainer per kostenloser Smartphone-App ( Apple und Android) direkt an die Stadtverwaltung melden.

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Bürgermeister Winfried Lehmann (l.) und Staatssekretär Wilfried Bernhardt präsentieren die neue App.

Quelle: Christian Juppe

Das Pilotprojekt zwischen der Stadt Dresden und dem Freistaat soll dabei nicht die letzte Möglichkeit bleiben, den Bürgern einen direkten Draht in die Verwaltung zu ermöglichen.

Zum einen, so Staatssekretär Wilfried Bernhardt, sollen möglichst viele Kommunen ermuntert werden, die App zu übernehmen. Technisch sei das problemlos. Das System fußt auf der E-Goverment-Plattform des Freistaats. Die Kommunen und Landkreise müssen dies nur in ihren Verwaltungsablauf integrieren. Die Entwicklungskosten von rund 5000 Euro und die jährlichen Lizenzgebühren in gleicher Höhe werden vorerst größtenteils vom Land getragen.

In Dresden sei das kein Problem gewesen, berichtet Friedemann Höller aus der Abteilung Strategie und Verfahrensmanagement der Landeshauptstadt. Dank der Vorarbeit durch die Einführung der zentralen Behördenrufnummer 115 sei die Infrastruktur bereits vorhanden gewesen. Wird jetzt per Smartphone oder Tablet-PC eine „Dreckecke“ gemeldet, landet dieser beim zuständigen Ortsamt, wo die Mitarbeiter in den meisten Fällen selber aktiv werden können, so der zuständige Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Da per App Adresse und Foto des jeweiligen Schandflecks mitgeschickt wird, muss kein Stadt-Mitarbeiter mehr zur Schadensaufnahme rausfahren.

Stattdessen könnten die meisten Fälle vom Ortsamt selbst beseitigt werden, in den übrigen Fällen werde das Amt für Umweltschutz unterrichtet, zum Beispiel bei der Beseitigung von Gefahrstoffen. „Die meisten Fälle“ sollen innerhalb von zwei Tagen erledigt sein“, so Lehmann, der sich so neben dem direkten Kontakt der Bürger auch eine Entlastung der Fachämter erhofft.

Bei einer hohen Resonanz, in den ersten vier Wochen seit der Einführung wurden laut Lehmann 35 Fälle gemeldet, könnte das Prinzip der Melde-App auch auf andere Themengebiete ausgeweitet werden. „Es sind eigentlich alle Lebensbereiche vorstellbar, bei denen Formulare nötig sind“, so Staatssekretär Bernhardt. Er nennt zum Beispiel Öffnungszeiten von Ämtern und Behörden, Bürgermeister Lehmann kann sich zum Beispiel eine App vorstellen, mit der illegal abgestellte Schrottfahrzeuge oder womöglich unerlaubte Baumfällaktionen an die Kommune gemeldet werden.

Auch eine vor wenigen Wochen von der FDP-Nachwuchsorganisation „JuliA“ vorgeschlagene „Schlagloch-App“ sei im Prinzip möglich. Allerdings, so schränkt Lehmann ein, kenne das Straßen- und Tiefbauamt seine Problem-Straßen meist sehr gut. Holperpisten seien meist keine Frage des Wissenstandes sondern doch eine Frage des Geldes.

Fotos: Christian Juppe

sl

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