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Der Dresdner Christian Friedel spielt eine Hauptrolle im morgen startenden Film "Ende der Schonzeit"

Der Dresdner Christian Friedel spielt eine Hauptrolle im morgen startenden Film "Ende der Schonzeit"

Am Staatsschauspiel Dresden ist Christian Friedel derzeit in mehreren Hauptrollen zu sehen. Aber das reicht ihm nicht. Fast folgerichtig spielt er auch wieder in einem Film mit, "Ende der Schonzeit", der morgen in die Kinos kommt.

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Hans-Jochen Wagner (Fritz, l.) und Christian Friedel als Albert in dem Film "Ende der Schonzeit".

Quelle: Farbfilm Verleih

Seine Figur ist der Jude Albert, der 1942 auf einem Bauernhof im Schwarzwald bei kinderlosen Ehepaar Emma und Fritz unterkommt. Fritz findet zunehmend Gefallen an dem Flüchtling, dem er, anders als Emma, vorurteilsfrei begegnet. Die sich langsam entwickelnde Männerfreundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Fritz den jungen Mann um einen besonderen Gefallen bittet... Kurz vor dem Filmstart erzählt der 33-jährige Friedel über Drogen, Gewichtsverlust und seine nächste Filmrolle - als Heinrich von Kleist.

Frage: Drei Jahre, drei Filme, könnte man kurz zusammenfassen: Hauptrollen in "Das weiße Band", "Russendisko", nun "Ende der Schonzeit". Dazu zahlreiche Theaterrollen und auch die Band Woods Of Birnam. EPO? Vitamine? Oder reichen die ausgeschütteten Glückshormone, um das alles zu kompensieren?

Christian Friedel: Ohne Drogen geht es nicht! (lacht) Nein, aber im Ernst: Das klingt natürlich zusammengefasst ziemlich viel, aber es verteilt sich zum Glück ja doch auf überschaubare Zeiträume. Jede Herausforderung schüttet Glückshormone und Energie aus, und zwischendurch versuche ich immer wieder, auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen, um neue Kraft zu sammeln. Aber so lange der Spaß und die Neugier nicht verloren gehen, können neue Herausforderungen gerne kommen.

Sie spielen in "Ende der Schonzeit" den Juden Albert, der auf einem Hof unterkommt und vom Bauern Fritz gebeten wird, für einen Stammhalter zu sorgen. Eine ungewöhnliche Geschichte. Ist sie authentisch? Was hat Sie an dem Drehbuch besonders gereizt?

Die Regisseurin, Franziska Schlotterer, hat sich von verschiedenen Geschichten und wahren Ereignissen inspirieren lassen. Mich reizte vor allem die Figur des Albert, mit all ihren Geheimnissen und dem Bemühen, selbst in Ausnahmesituationen die eigene Haltung nicht zu verlieren. Außerdem fand ich die Geschichte äußerst spannend.

Sie hatten für die Rolle stark abgenommen. Wie anstrengend war diese körperliche Erfahrung beim Dreh?

Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich und meinen Willen. Beim Dreh war es oftmals anstrengend. Ich fühlte mich an manchen Tagen kraftlos und versuchte diese Zustände in die Figur einfließen zu lassen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, in so kurzer Zeit so viel abzunehmen. Aber es war mir sehr wichtig für die Figur, denn Albert befindet sich auf der Flucht.

Ein Blick nach vorn: Welche Film-, Bühnen- und musikalischen Pläne stehen an?

Die Bühne gibt dem Film die Hand, denn zurzeit habe ich die große Ehre, Heinrich von Kleist in dem Film "Amour Fou" der Regisseurin Jessica Hausner ("Lourdes") zu verkörpern. Die Dreharbeiten haben gerade begonnen und laufen noch bis Ende April. Im Mai nehmen die Woods Of Birnam endlich ihr Debütalbum in Berlin auf und ich hoffe auf eine baldige Veröffentlichung. Bereits im März erscheint eine EP mit der Musik aus der Inszenierung "Hamlet". In Zukunft möchte ich mich mehr um die Musik kümmern und bin gespannt, wie sich das entwickelt.

"Ende der Schonzeit" ab 14.2. im Kino in der Fabrik. Zu den Vorstellungen am 17. Februar, 17 Uhr und 19.45 Uhr, ist Christian Friedel zum Filmgespräch zu Gast im KIF. Kartenvorbestellungen sind über Telefon 0351/4244860 möglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2013

Torsten Klaus.

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