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Der 13. Februar bei Twitter: Gezielte Desinformation und Momente zum Schmunzeln

Der 13. Februar bei Twitter: Gezielte Desinformation und Momente zum Schmunzeln

Der Kampf zwischen Gegendemonstranten und Rechtsextremen, er wurde 2013 einmal mehr auch über den Kurznachrichtendienst Twitter geführt. Oberstes Ziel neben der ganz banalen und für die Demo-Organisation inzwischen unentbehrlichen Information über Standorte und Bewegungen des „Gegners“ war die Desinformation.

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Twittersuche unter dem Hashstag #13feb

Quelle: Screenshot

Gern wurden die Hashtags des jeweils anderen Lagers genutzt, um irreführende Tweets abzusetzen oder den Hashtag schlicht unbrauchbar zu machen für eine vernünftige Kommunikation. Das  Schlagwort lautete: „Digital demonstrieren“.

Zuhauf tummelten sich zudem so genannte „Fake-Accounts“ zwischen all den Usern, die speziell für den 13. Februar eingerichtet wurden und mit teilweise absurden Meldungen die Stimmung unter den Beteiligten weiter befeuern wollten. Zu den Wölfen im Schafspelz gehörten beispielsweise @gedenkmarsch_de oder @XddnazifreiX. Letzterer war gegen Abend nicht mehr erreichbar und stellte seine Tätigkeit ein. Ebenso wurde beiderseits gezielt dazu aufgerufen, „Serviceangebote“ zu stören. „Nazi-Infonummer 0170 9700527. Anrufen und Liebesgedichte rezitieren! bitte nur mit Rufnummernunterdrückung“, war unter anderem bei den Aktivisten von ColoRadio zu lesen.

Auch diese Geplänkel sorgten dafür, dass die Hashtags #13feb, #dd_nazifrei und #ddnf in den Abendstunden Spitzenplätze in den deutschen Twittertrends eroberten. Im Sekundentakt ratterten neue Kurzmeldungen ein. Vom leicht wehmütigen ehemaligen Dresdner, der am Mittwoch leider nicht dabei sein konnte bis zum engagierten Elternteil, dass an diesem 13. Februar vor allem auch für die eigenen Kinder auf die Straße ging. @maskenfrosch hatte eine andere Mission. Er informierte über die Zwischenstände beim Champions-League-Spiel zwischen Schachtjor Donezk und Borussia Dortmund, natürlich unter Zuhilfenahme der Hashtags zum 13. Februar.

Zwischen all die Positionsangaben, Warnungen und Durchhalteparolen mischten sich im Tagesverlauf immer wieder nachdenkliche aber auch amüsante Stimmen. „Ich fänds ja schön, wenn am Hauptbahnhof ganz laut gesungen werden würde. Kinderlieder gegen Naziparolen!“, schlug eine Nutzerin vor. Zügig folgten Titelvorschläge. „Also die Sonne scheint für Nazis heute schon mal definitiv nicht“, stellte @Metaliberal am Abend fest. Ein Späßchen muss dann offenbar doch sein. Andernorts war neben der Verpflegung vor allem die musikalische Umrahmung ein Thema:

Später war es dann vor allem Dankbarkeit, die in maximal 140 Zeichen zum Ausdruck gebracht wurde. „Vielen Dank an alle Blockierer, ihr wart wieder großartig!“, war da zu lesen. „Chapeau nach #Dresden! Die Bilder der Menschenkette und der Gegendemo sind beeindruckend!“, schrieb @siktwin.

Antje Henselin-Rudolph

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