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Ausstellung im Dresdner Kraszewski-Museum zeigt Fotografien über das Leben von Roman Polanski

Ausstellung im Dresdner Kraszewski-Museum zeigt Fotografien über das Leben von Roman Polanski

Im Kraszewski-Museum in der Dresdner Neustadt kommen ab sofort Cineasten auf ihre Kosten. Eine Sonderausstellung widmet sich bis zum 1. September dem Leben und Wirken des polnisch-französischen Regisseurs und Schauspielers Roman Polanski, der am 18. August 80 Jahre alt wird.

Nach Berlin und Düsseldorf ist Dresden die dritte deutsche Station der Foto- und Plakatausstellung. Konzipiert wurde sie vom Museum für Kinematografie in Lodz. "Als wir die Idee hatten, haben wir sofort Kontakt mit Roman Polanski aufgenommen und ihm das Konzept geschickt. Er war von Anfang an begeistert und hat daher auch private Dinge zur Verfügung gestellt", sagt Kuratorin Krystyna Zamyslowska.

Insgesamt 50 Fotografien, die aus Polanskis Freundeskreis unter anderem von Andrzej Wajda und Gene Gutowski stammen, sowie zwölf Filmplakate aus verschiedenen Ländern sind auf zwei Etagen im Kraszewski-Museum zu sehen. Dabei wird chronologisch der Lebensweg Polanskis von seiner Kindheit im Krakauer Ghetto über seine filmischen Anfängen im Alter von 14 Jahren und sein Spielfilmdebüt 1962 bis in die Gegenwart nachgezeichnet.

Wichtig ist den Initiatoren der Schau mit dem Titel "Romand Polanski. Regisseur und Schauspieler" darauf hinzuweisen, dass der 79-jährige nicht nur ein weltbekannter Regisseur, sondern auch ein begabter Schauspieler ist. "Dass er ein berühmter Regisseur ist, weiß jeder. Aber nur wenigen ist bewusst, dass seine Karriere als Schauspieler begann", so Zamyslowska. So habe er bereits mit 14 Jahren in Filmen und am Theater mitgewirkt und erarbeitete zudem Sendungen fürs polnische Radio, hob die Kuratorin hervor.

Zusätzlich zu dem umfangreichen Bildmaterial, das nach Angaben der Verantwortlichen in den kommenden Jahren stetig erweitert werden soll, gibt es im Kraszewski-Museum außerdem zwei Polanski-Büsten sowie die erste Kamera des Regisseurs zu bewundern. "Er hat damit seine Etüden während des Studiums gedreht und auch seinen ersten Spielfilm 'Das Messer im Wasser', der für einen Oscar nominiert wurde", berichtet Piotr Kulesza, der die Ausstellung ebenfalls als Kurator betreut. Begleitet wird die Schau von Vorträgen und Filmvorführungen. Zu sehen sein werden unter anderem die 2011 von Laurent Bouzereau erstellte filmische Biografie "Roman Polanski. A Film Memoir" (18. Mai) und seine Filme "Tess" mit Nastassja Kinski (31. August) sowie das Holocaust-Drama "Der Pianist" (15. Juni). Filmwissenschaftler sprechen zudem über sein Leben und seine stilistische Bandbreite sowie die Einflüsse der Bildenden Kunst auf sein Filmwerk (18. Mai, 20. Juli, 2. und 31. August).

Als Roman Polanski erfuhr, wie viele Zeugnisse seines Lebens die Kuratoren der Ausstellung zusammentragen konnten, zeigte er sich erstaunt. "Ich habe nicht gedacht, dass man zu meinem Thema so viel Material, so viele Dokumente finden konnte, von deren Existenz ich so gar nichts wusste", schrieb Polanski 2009 an den Museumsdirektor des Filmmuseums in Lodz, als die Ausstellung dort ihre Premiere erlebte.

iDas Kraszewski-Museum ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Nordstraße 28 in Dresden. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, freitags ab 13 Uhr kein Eintritt. Bei den Vorträgen und Filmen kostet der Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

www.stadtmuseum-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.05.2013

Stephan Hönigschmid

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