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Zwingerfestspiele kopflos: Kein neuer Veranstalter in Sicht

Zwingerfestspiele kopflos: Kein neuer Veranstalter in Sicht

Der große Retter bleibt vorerst aus. Die Zwingerfestspiel-Gesellschaft Dresden Event GmbH (DEG) sitzt immer noch auf einem Berg von Verbindlichkeiten ohne einen neuen finanzstarken Partner.

Der Dresden Tourismus GmbH (DTG) unter Geschäftsführer Ralph Sander gelang es nicht, einen potenten Investor für die Organisation der Zwingerfestspiele im nächsten Jahr zu finden. "Ich kenne bislang keinen neuen Partner", bestätigte Christian Striefler, Direktor der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, der für den Zwinger verantwortlich ist.

Striefler bestätigte gegenüber DNN auch: Es gebe keinen Vertrag, den die DEG bzw. DTG weiterveräußern könne, nicht einmal eine Option. "Der Vertrag über die Veranstaltung Zwingerfestspiele lief mit der DEG von Anfang an nur über ein Jahr", erklärte der Schlösser-und-Gärten-Chef. "Ich bin allerdings bereit zu neuen Gesprächen, wenn es denn einen neuen Partner geben sollte", meinte Striefler. Er müsse von dem neuen Partner überzeugt sein, wisse zwar von der Suche danach, bei ihm habe sich aber bis zum heutigen Tag niemand vorgestellt.

Der Tourismuverband Dresden (TVD) hatte über DTG und DEG die ersten Zwingerfestspiele im vergangenen Jahr ausgerichtet, wollte die Rechte daran aber verkaufen, auch um große Einnahmedefizite zu stopfen. Sander hatte noch im November gesagt, mit mehreren potenziellen Partnern im Gespräch zu sein. Ob darunter auch die Firma Saxoprint ist, wollte er damals nicht bestätigen. Bis Ende 2011 wollte er zu einem Abschluss kommen.

Das Stück "Die Mätresse des Königs" unter der Regie von Dieter Wedel geriet durch Fehlkalkulationen vor der Sander-Übernahme in eine beträchtliche Schieflage, die bis heute nicht behoben ist. Das Spektakel erreichte nur eine Auslastung von 60 Prozent. Ein Großteil der rund 24 000 Zuschauer erlebten das Stück im Rahmen einer Sponsorenleistung. Durch das Engagement von Privatpersonen in Höhe von mindestens 600 000 Euro konnte bislang eine drohende Insolvenz vermieden werden. Unklar ist, inwieweit städtische Gelder über die DTG in das Stopfen des DEG-Loches fließen. Sander war gestern über das Zwingerfestspiel-Büro nicht erreichbar. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.01.2012

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