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„Zusammen Leben“ – ein szenisches Spiel des Dresdner Forumtheaterprojekts

Im Theaterhaus Rudi „Zusammen Leben“ – ein szenisches Spiel des Dresdner Forumtheaterprojekts

FORUM:Merkurius, so nennt sich das inklusive Forumtheaterprojekt in Dresden, das unter der Trägerschaft des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen arbeitet und durch die Aktion Mensch gefördert wird. Jetzt stellt es sein szenisches Spiel für ein gemeinsames Nachdenken über „Zusammen Leben“ vor.

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Szenenausschnitt: Auch das Versinken im Allein-Sein wird thematisiert.

Quelle: TPZ Sachsen

Dresden. Jeden Montagabend von 18 bis 20 Uhr treffen sie sich seit Januar vergangenen Jahres im Theaterhaus Rudi, um im szenischen Spiel, im Gespräch miteinander Probleme zu erörtern. Welche es so oder so gibt und die nicht zwingend immer eine Ausnahme sind. Seien es nun Rückschläge in Beziehungen, Ängste, die erdrückende Dominanz eines Familienmitgliedes, der Irrlauf im Beamten-Dschungel oder auch ein deutlicher Verlust an Impulsen, ein zunehmendes Resignieren, wo jegliches Reagieren und Handeln spürbar erschwert wird.

Bei solch szenischer Gruppenarbeit geht es gewiss nicht um hochartifizielles Theater, um eine Schau, die andere beeindrucken soll. Vielmehr ist es eine Form der Ermutigung und des Einordnens. Wie auch die Möglichkeit, das auszusprechen, was tägliche Erschwernisse aufdecken kann. Und wie sich vielleicht sogar Wege finden lassen, diese zu bewältigen. FORUM:Merkurius, so nennt sich das inklusive Forumtheaterprojekt in Dresden, das unter der Trägerschaft des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen arbeitet und durch die Aktion Mensch gefördert wird.

Gemeinsam mit Theaterpädagogen haben die Spieler jene problematisch empfundenen Situationen szenisch erarbeitet und stellen sie jetzt im Theaterhaus Rudi quasi öffentlich zur Debatte. Das heißt, sie sprechen von der „Bühne“ aus Probleme an und laden schließlich auch die Zuschauer dazu ein, spielerisch nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Das geschieht in einer unkomplizierten Form, wie es einst von einem Regisseur in Brasilien initiiert wurde. Der den beherzten Einspruch einer Zuschauerin zum Geschehen auf der Bühne als Anregung dafür nahm, nicht nur Theater für das Publikum, sondern auch mit dem Publikum zu machen.

An diesem „Theater der Begegnung“ kann sich jeder beteiligen, ist einbezogen in das Nachdenken darüber, wie einem „verlorenen“ Brief im Sozialamt nachgeforscht werden kann und warum es lohnt, sich auch mal aufzulehnen, wenn man anderer Meinung ist. Und sei es nur, um gegenüber der Mutter klarzustellen, welches Eis man nun mag oder auch nicht. Gewiss, das sind keine weltbewegenden Ereignisse, aber im alltäglichen Leben spielen sie schon eine Rolle. Und es hilft, sich darüber mit anderen auszutauschen.

„Zusammen Leben“ steht im Wechsel mit den Szenentiteln über dem Bühnengeschehen, und die beiden getrennten Worte akzentuieren sehr genau, worauf es ankommt. Zusammen – dazu gehören eben nicht nur die Spieler, sondern auch die Besucher dieses Abends. Und auf ein lebenswertes Leben hat im besten Sinne des Wortes wohl jeder Anspruch. Wie eben auch auf „Zusammen Leben“. Worin man sich bei einer solchen Begegnung schon mal üben kann. Dafür gibt es nach der Aufführung (ganz ohne Platzwechsel) auch ein paar Anleitungen zur Konzentration und „Standfestigkeit“. Wie überhaupt der mit Theater gekoppelte Begriff Forum hier deutlich mit Bedacht gewählt ist, bezeichnete er doch schon in der Antike einen Ort der Volksversammlung.

„Je ein Leben“, FORUM:Merkurios, wieder am 13.11.und 18.12., jeweils 19 Uhr, im Theaterhaus Rudi, Fechnerstraße 2a, Tel. 0351 8491925. Karten für 5/3,50 Euro über www.theaterhaus-rudi.de, tel. unter 0351-8491925 sowie an der Abendkasse

Von Gabriele Gorgas

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