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"Zentren der Kirchenmusik" im Laaber Verlag

"Zentren der Kirchenmusik" im Laaber Verlag

Mit ihrem beachtlichen Umfang von sechs Bänden (verteilt auf zehn großformatige Bücher) will die "Enzyklopädie der Kirchenmusik" des Laaber-Verlags ihr Thema als ein zentrales der europäischen Musikgeschichte fassen.

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Der jetzt erschienene zweite Band stellt die "Zentren der Kirchenmusik" vor und umreißt historische Zusammenhänge und Entwicklungen, Personalien, politische wie theologische Einflüsse und vielfältige Details des kirchenmusikalischen Alltags. Auf reich bebilderten und mit Notenbeispielen versehenen 429 Seiten gelingt damit ein anspruchsvoll gestalteter Überblick. Der Vorzug dieses Kompendiums liegt darin, dass die Beiträge (von nicht weniger als 29 Autoren) nicht dem Raster von Lexikonartikeln unterworfen sind. Damit eröffnet sich die Freiheit, ins Detail zu gehen.

Weitgehend chronologisch gehalten, erlaubt das Buch nicht nur die Abfolge der Epochen zu überblicken, sondern verweist im Zusammenhang mit den Orten stets auf die Impulsgeber. Sankt Gallen, Reichenau und Paris markieren die Anfänge vom frühen Mittelalter bis zur Entwicklung der Mehrstimmigkeit. Weiter verzweigen sich die Beschreibungen für das Zeitalter des Widerstreits von Reformation und Katholizismus, als die musikalischen Novitäten an Personen wie Orlando di Lasso, Hofhaimer oder an den italienischen Komponisten festzumachen sind, die wiederum Einfluss auf die nachreformatorische Musik nahmen. Parallel werden Entwicklungen in den Gemeinden Mittel- und Nordeuropas sichtbar gemacht, wo regional gebräuchliche Gesangbücher entstanden und sich liturgische Besonderheiten herausbildeten. Der von der höfischen wie der neuen bürgerlichen Musikkultur beeinflussten Entfaltung der Kirchenmusik im Barock ist nahezu die Hälfte des Bandes gewidmet. Detailliert sind darin wichtige, gleichwohl heute wenig bekannte Komponisten erfasst und ihr Wirken im europaweiten Austausch der Musiker und ihrer städtischen Umgebung dargestellt.

Durch die Vielzahl der Autoren gibt es allerdings qualitative Ausreißer. Zumeist sind das Schaffen der Kirchenmusiker, die Bedeutung ihres Wirkens in der Zeit und ihre Nachwirkung gut dargestellt, wobei der Ort mit seinen Bedingungen eher als Hintergrund dient. Der Aufsatz zu Dresden versucht sich dagegen an einem auch allgemein historisch orientierten Rundumschlag, der reichlich überflüssig mit der Stadtgründung im Sumpfland der Elbe anhebt. Im Folgenden sind die Fakten zu einer biederen Aufzählung zusammengebaut, die lediglich Bekanntes repetiert. Dass die Erkenntnisse der letzten Jahre zur Bedeutung der Schlosskapelle als Bauwerk wie zu den Impulsen für die evangelische Kirchenmusik, die von ihr ausgingen, ebenso vernachlässigt werden, wie die Besonderheiten der katholischen Hofkirchenmusik im ganzen 18. und frühen 19. Jahrhundert, ist recht ärgerlich.

Der abschließende Teil behandelt neben den europäischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts auch ein so exotisches Thema wie die Tradierung deutscher Kirchenlieder in Pennsylvania und - sparsam - die Kirchenmusik der Gegenwart. In der Summe sind die Schwerpunkte gut gesetzt und die fachliche Tiefe der Beiträge bietet eine Fülle an Wissen weit über allgemeine musikgeschichtliche Lexika hinaus.

Zentren der Kirchenmusik, Matthias Schneider (Hg.) und Beate Bugenhagen (Hg.), Enzyklopädie der Kirchenmusik, Band 2. Laaber 2011, gebunden (Pappband mit Schutzumschlag), 128 Euro

Staatsoperette gastiert in Köln

Die Staatsoperette Dresden spielt heute in Köln Offenbachs "Die Großherzogin von Gerolstein" mit prominenter Unterstützung. Der französische Kabarettist und Entertainer Emmanuel Peterfalvi - bekannt als Alfons aus "Puschel TV" - wird die Aufführung unterstützen, wie die Operette mitteilte. Neben seinen kurzen Interviewfilmchen könnten sich die Zuschauer auf einen überraschenden Ausgang der Aufführung freuen, versprach die Staatsoperette.

Die Schülerfirma "Schreibfehler" des Babelsberger Filmgymnasiums sucht Beiträge für ihr Internationales Kurzfilmfestival am 6. Juni in Potsdam. Themen sind "Meine Heimatstadt!", "Aus der Geschichte lernen?!" oder "Normen, Traditionen und Einflüsse: Was uns zu dem macht, was wir heute sind!". Die Beiträge sollten maximal acht Minuten lang und im avi-Format gedreht sein, eine Rückmeldung muss bis 27. Februar vorliegen, Einsendeschluss ist der 10. Mai.

Kontakt: schuefa-schreibfehler@web.de

www.babelsberger-filmgymnasium.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.01.2012

HS dpa Kurzfilmfestival sucht Beiträge jaf

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