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Yellow Umbrella feierten zweimal in der Scheune je eine Dekade der Bandhistorie

Yellow Umbrella feierten zweimal in der Scheune je eine Dekade der Bandhistorie

Es hatte schon etwas von Familiengeburtstag: Yellow Umbrella feierten ihren 20. mit einem Doppelgig in der jeweils vollen Scheune und verzichteten dabei auf großartige Ausgestaltung oder Extras ebenso wie auf Geschenke.

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Yellow Umbrella feierten ihren 20. mit einem Doppelgig in der beiden Male vollen Scheune.

Quelle: Andreas Herrmann

Die immer noch beste Dresdner Studentenband im jüngsten Deutschland, deren Geschichte mit jener der legendären ersten TU-Freiluftcampuspartys verwoben ist, gab schlicht zwei Konzerte, um ihren Werdegang hin zu einer reifen wie stets mitreißenden Livetanzband zu symbolisieren - deren Typen es sich letztlich bewusst versagten, für den ganz großen Erfolg die nötigen Kompromisse einzugehen, aber dafür als lustiges wie entspanntes Kollektiv zusammen überlebten.

Zum Bandjubiläum war Rückkehr zu den Wurzeln angesagt. Der erste Abend gehörte den Auf- und Abbruchjahren von 1994 bis 2004, der Sonnabend der Phase der Reunion und Konsolidierung, in der die Band ihren Rhythmus auf das mit Familien- und sonstigen Parallelleben verträgliche Maß herunterschraubte, wobei die Konzentration der Bühnenqualität gut tut. Der Dresdner Posaunist Thomas Hellmich kann dank Einstieg anno 1995 am meisten erzählen, zumal er Bandmanagement samt Label, Agentur und Öffentlichkeitsarbeit in eigener Regie hält. Er verweist auf die zwischenzeitliche Auflösung nach dem großen Abschiedskonzert am Elbufer im Juli 2003 und die Wiederfindung ab Mai 2005: "Wir konnten damals nicht mehr mit-, aber schnell nicht ohne einander." Denn die sieben aktiven Männer leben in vier Städten (Dresden, Berlin, Leipzig und Reimes), nur vier dabei ganz von Musik. Sänger und Tastengott Jens Strohschnieder ist Journalist, Gitarrist Harald P. Bohner betreibt eine Bully-Werkstatt, und Hellmich selbst arbeitet als Anwalt in Staatsdiensten. Die Reduktion auf gemeinsame Zeitfenster beschert nun mehr Effizienz und bewirkt intensive Sommerzeiten. Nun lud sich das Septett einerseits zahlreiche musikalische Gäste wie Begleiter, andererseits sowohl Eltern als auch Sprösslinge ein. Die Gute-Laune-Musik lebt weniger von Tempo, Abwechslung oder Botschaften, sondern vor allem durch charismatischen Gesang und variablen, aber punktgenauen Bläsereinsatz. Und den bieten Strohschneider, Hellmich und Co. - auch dank Bernard Lanis an Sopran- und Tenorsax sowie Klarinette und Jan Kalb am Altsax. Am zweiten Tag war vor allem der Einsatz und die Einbindung von Teufelsgeiger David Wedel, sonst am Leipziger Gewandhaus tätig, musikalischer Gewinn.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.10.2014

Andreas Herrmann

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