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Wolle Förster will das Monopol der "Filmnächte am Elbufer"-Veranstalter brechen

Wolle Förster will das Monopol der "Filmnächte am Elbufer"-Veranstalter brechen

Der Kampf ums Königsufer vor dem Finanzministerium wird um eine interessante Facette reicher: Der Dresdner Gastronom Wolfgang Wolle Förster und Partner Mirco Meinel wollen mitnichten die "Filmnächte am Elbufer" verdrängen.

Aber es sollen auch andere Veranstalter für die einzige Veranstaltungsfläche im Landschaftsschutzgebiet zum Zuge kommen. "Wir wollen nur das totale Monopol der PAN GmbH an dieser Stelle brechen", so Förster gegenüber DNN. Gegen die Filmnächte habe er nichts.

Bislang dürfe der beliebte Veranstaltungsort mit dem fantastischen Blick auf die historische Altstadt offenbar nur maximal 60 Tage genutzt werden. Die PAN GmbH zeige allerdings - anders als zu Beginn - nicht mehr nur vornehmlich Filme, sondern mache "viel Rendite" mit Konzerten, vor allem an Wochenenden. "Die Filmnächte sind eine gute Sache", sagte Förster. Doch es sei nur fair, wenn von den 60 Tagen vielleicht 20 für andere Veranstalter zur Verfügung gestellt werden. So sei ein Konzept "Zehn Tage Dresden" vorstellbar, wo zum Beispiel Nachwuchsbands auftreten könnten. Auch andere Veranstaltungen wie zum Beispiel der ZDF-Fernsehgarten seien denkbar und würden dem Image von Dresden gut tun. Doch derzeit, so Förster, habe die Stadt ihrerseits keinen Einfluss auf Inhalte und die weitere Verwendung des Areals.

"Wir fordern daher nicht die Abschaffung der Filmnächte, sondern einen flexibleren und wirtschaftlicheren Umgang mit dieser Stadtressource. Andere öffentliche Veranstaltungsorte fordern deutlich höhere Mieten", so Förster. Mirco Meinel (First Class Concept) verweist in diesem Zusammenhang auf die Zwingerfestspiele, wo für nur 16 Tage Veranstaltung eine Miete von über 100 000 Euro verlangt worden sei. Er sehe hier eine extreme Ungleichbehandlung für zwei sehr attraktive Veranstaltungsorte. Zur Erinnerung: Die PAN GmbH zahlt lediglich ein Nutzungsentgeld von 28 121 Euro pro Jahr, will nun den zugrunde liegenden Vertrag, der 2015 endet, vorzeitig bis 2025 verlängern. Nur so erhalte man Planungssicherheit und könne dringende Investitionen in die Dachkonstruktion stemmen.

Förster schlägt hingegen drei Varianten vor: Von 60 Tagen "Filmnächte am Elbufer" werden bis 30 an andere Veranstalter gegen zusätzliche Miete vergeben. Nummer zwei: Die Stadt schreibt das Areal für 60 Tage komplett neu aus. Förster bietet dafür bis zu 50 000 Euro Nutzungsentgeld und zehn Prozent Beteiligung am jährlichen Überschuss. Oder die Stadt überdenkt den Mietvertrag mit der PAN GmbH, so dass andere Veranstalter zu fairen Bedingungen zugelassen werden.

Unterdessen hat sich FDP-Fraktionschef Holger Zastrow auf DNN-Nachfrage selbst für befangen erklärt. Hintergrund: Seine Fraktion tritt bislang für eine Verlängerung des Vertrages mit der PAN GmbH ein. Die Pressearbeit macht aber die Werbeagentur von Zastrow. Damit wird FDP-Stadtrat Zastrow am 3. Mai, wenn das Thema zur Stadtratssitzung behandelt wird, nicht abstimmen. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.04.2012

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