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Wertvolle Stradivari-Geige erklingt wieder in Dresden

Wertvolle Stradivari-Geige erklingt wieder in Dresden

Nach mehr als 100 Jahren ist eine Violine des Cremoneser Geigenbauers Antonio Stradivari (1644-1737) wieder in Dresden zu hören. Beim Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle am Mittwoch wird der Erste Konzertmeister Kai Vogler das wertvolle Instrument zum Klingen bringen.

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Der Erste Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle, Kai Vogler, spielt in Dresden auf der restaurierten Stradivari. Die 1734 gebaute Violine hatte die damals „Königlich-sächsische musikalische Kapelle“ 1833 in Paris erworben.

Quelle: dpa

Die 1734 gebaute Violine hatte die damals „Königlich-sächsische musikalische Kapelle“ 1833 in Paris erworben - für 875 Taler. Dann wurde sie jahrzehntelang von den Konzertmeistern des Orchesters gespielt, bis sich 1910 der Geiger Henri Petri zerstreut darauf setzte. Nach Schilderungen von Zeitgenossen blieb nur ein „Trümmerhaufen“ übrig. Danach war die Violine mehrfach jahrelang in Reparatur, zuletzt von 1979 bis 1989 nach einem Sturz.

Aber erst 2008 entschloss sich der Freistaat, den Schatz von Grund auf restaurieren zu lassen.Nun kann die wiederaufgebaute Stradivari - Inventarnummer 26 im Instrumentenfundus der Hofkapelle, die auf der Rückseite eingestempelt ist - nach langem Schweigen wieder tönen. Der Erste Konzertmeister Vogler ist vom Ergebnis der fünfjährigen Restaurierung durch die Berliner Geigenbauer Yves Gateau und Daniel Kogge begeistert. „Ich habe die Geige vor 25 Jahren das erste Mal angespielt; sie hatte damals viele Risse und war klanglich sehr begrenzt“, erinnert er sich.Seit Ende Juni arbeitet er mit ihr.

„Ich bin immer noch dabei, ihre verschiedenen Stärken zu entdecken.“ Dabei hatte Vogler zeitweilig Bedenken. „Einige Töne hatten keine Kraft, schienen zu matt und mussten nachjustiert werden“, sagte er. „Inzwischen bin ich sehr zufrieden mit ihr: die Geige spricht, zu mir und zu den Hörern. Sie hat eine ganz persönliche Klangfarbe.“Das freut auch Geigenbauer Gateau. Er ist erleichtert und stolz, dass der legendäre Stradivari-Klang dem gebeutelten Instrument wieder entlockt werden kann. „Nach vielen Reparaturen war die originale Decke des Instruments an einigen Stellen nur noch einen halben Millimeter dick und wölbte sich wie Wellblech“, beschreibt er die Herausforderungen.

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...auf dem Albertplatz.

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Das alte Holz wurde monatelang in eigens gefertigte Gipsformen gepresst, Gateau entwarf ein neues Unterfutter zur Stabilisierung. Der Hals der Geige wurde ausgetauscht, die Schnecke aufwendig retuschiert. Die Staatskapelle hat nie gedrängelt. „Wir hatten Zeit und Muße, das Instrument gründlich und sorgfältig wiederaufzubauen“, sagt Gateau.Dafür kann Nummer 26 nun gemeinsam mit weiteren Instrumenten von Antonio Stradivari, einer Guarneri-Violine und einer Amati-Bratsche wieder den „Glanz von altem Gold“ verbreiten, den Dirigent Herbert von Karajan den Dresdnern einst attestierte. Welcher Geiger der Staatskapelle sie künftig spielen darf, ist aber noch nicht entschieden.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.10.2013.

dpa

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