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Werkstättengalerie Hellerau zeigt Werke von Kai Schiemenz

Werkstättengalerie Hellerau zeigt Werke von Kai Schiemenz

Unter dem Titel "Splitter" zeigen die Verantwortlichen der Werkstättengalerie Hellerau eine Schau von Objekten des Berliner Multi-Media-Künstlers Kai Schiemenz (geb.

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Blick in die Ausstellung "Splitter" von Kai Schiemenz.

Quelle: Lothar Sprenger

1966 in Erfurt). Der weitgereiste Maler, Grafiker, Plastiker, Objekt-und Installationskünstler schafft nicht für die Ewigkeit: Seine Arbeiten rund um den Globus sind immer temporär (und vom jeweiligen Raum abhängig), aber von großer philosophischer Tiefe und Konstruktivität geprägt, wie man in einem Video als Teil der Ausstellung in der Galerie der Hellerauer Werkstätten feststellen kann. Dort zeigt sich der Künstler auf eine vielseitigen Weise. Neben Lichtsäulen mit LED-Elementen finden sich vor allem solitäre, kubistisch-kristalline Plastiken, große, aus Plasteseilen geformte, für Kinder geeignete "Kletter-Kugeln" und ein Space Lab (eine nach oben und unten offene Holzbox) mit innen umläufiger konstruktiver Malerei aus Spiegelpolystyrol.

Die englischen Titel der Objekte verweisen auf die oft im Ausland durchgeführten Präsentationen, darunter die vielen Landart-Projekte mit ihren skurrilen Holzkonstruktionen (siehe Video), die sich der jeweiligen historisch gewachsenen Landschaft anpassen (darunter auch eine Installation in einem japanischen Garten). In Hellerau sollte man in der späten Nachmittagsstunde in die Ausstellung kommen, weil sich dann der besondere Beleuchtungseffekt einstellt, der den Raum zu einem spektakulären Erlebnis werden lässt. Dann leuchtet auch die "Äbtissin" (PVC, Aluminium, farbige Acrylspiegel, LED) in Violett und Grün, sowie die Solitäre "Beacon" (Leuchtturm), die die vertikale Komponente des Raumes betonen. Aus Sperrholz gefertigt und mit Gouache und Acryl bemalt, manchmal mit dem Bleistift zart marmoriert, funkeln die hüfthohen Plastikkuben ("Cloaked Debris", 2013/14) und die aus Glas bestehenden kristallin wirkenden Stelen, die sich durch eine intensive Formenverschränkung aus Quadern und Kuben auszeichnen.

Die aus Plasteseilen bestehenden, durchbrochenen Kugeln, die von Kindern zum Spielen benutzt werden können, bilden drei Raumakzente links und rechts des Mittelpunktes. Sie "faulenzen" sozusagen am Rande ("Lazy Sphere" 1 bis 3), während sich alles um die hölzerne Box (dem space lab) mit den spiegelsplitterhaften Friesen konzentriert, die inwendig den Raum umkleiden. Im Flyer heißt es summarisch: "Die Werke von ihm sind nie Selbstzweck ohne Hintergrund. Es scheint fast zwangsläufig, dass der Künstler dabei über die Grenzen gerät. Er ist oft an Schnittstellen zu finden. Neues und Anderes scheinen ihn zu reizen. Ein sehr bedachter Nomade, der alle theoretischen und praktischen Räume bedenkt und gern ausnutzt. Dies wird auch am Spektrum der Arbeiten deutlich, die in der Werkstättengalerie zu sehen sind. Sie sind Splitter dieser vielfältigen Wechsel und machen eine Breite an Denkräumen auf, die auch den Betrachter zur Bewegung auffordern - im inneren und äußeren Raum."

Kai Schiemenz studierte von 1992 bis 1998 Bildende Kunst in der Klasse von Prof. Lothar Baumgarten an der Universität der Künste Berlin und erhielt 2000 den Gasag Kunstpreis. Zu Stipendien weilte in Los Angeles und New York.

bis 12. Dezember, Werkstättengalerie der Deutschen Werkstätten, Moritzburger Weg 68, geöffnet Mo-Fr 9-17 Uhr, Kontakt: 0351/2 15 90-202

www.dwh.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.12.2014

Heinz Weißflog

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