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Werke Veit Hofmanns in der galerie am blauen wunder

Extraterrestrisch Werke Veit Hofmanns in der galerie am blauen wunder

Veit Hofmann wurde 1944 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz geboren. Weil er Kindheit und Jugend hier verbrachte, wuchs er mit Heerscharen Dresdner Künstler auf. Sein Vater, Werner Hofmann, alter Kommunist, war seit 1936 im Künstlerhaus.

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Veit Hofmann. Blaue Figur. 2015. Öl auf Leinwand.

Quelle: Repro: Helmut Schobbert/Galerie

Dresden. Veit Hofmann wurde 1944 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz geboren. Weil er Kindheit und Jugend hier verbrachte, wuchs er mit Heerscharen Dresdner Künstler auf. Sein Vater, Werner Hofmann, alter Kommunist, war seit 1936 im Künstlerhaus. In den fünfziger und sechziger Jahren malte er zum Gelderwerb die großen roten Plakate am Körnerplatz, deren Inhalte ihm andere vorgaben. So kam solcher Unsinn wie „Wir wollen eine Welt ohne Atome“ zustande. Privat im Atelier machte er interessante experimentelle Zeichnungen, von denen ich 2007 zu seinem 100. Geburtstag eine Kollektion ausgestellt habe. Veit zog 1985 in die elterliche Atelierwohnung. Etwa zu dieser Zeit schrieb ich einen Katalogtext für die Görlitzer Galerie des Staatlichen Kunsthandels zu Veit Hofmann, der einem Funktionär des Kunsthandels gegen den Strich ging. So haben wir gemeinsam gegen diesen Funktionär in der Dresdner Zentrale des Kunsthandels zwölf Stunden lang um diesen Text gerungen.

Mit Helge Leiberg verbindet Veit seit 1980 eine intensive Zusammenarbeit. Erst vor kurzem haben sie wieder ein Buch zusammen herausgegeben. Veit Hofmanns Kunst ist eine Art phantastischer Material-Realismus, aber man ordnet ja heute nichts mehr ein... So ist es einfach Veit Hofmann, ein ganz individueller Personalstil. Die „Kleelalie“ erinnert natürlich an Paul Klee. Der Bildhauer Max Lachnit war ihm seit der Kindheit fast ein väterlicher Freund, sodass er auch mal eine Plastik in dessen Sinne probiert hat... Die „Anemophile“ im Treppenhaus des Landhauses, zu denen das hiesige Objekt eine Inkunabel darstellt, wurde vor einiger Zeit in der DNN ausführlich besprochen.

„Gargantuar“ ist 2010 einer der von Rabelais inspirierten „Helden“ des satirischen Heldenromans des Renaissance-Dichters Johann Fischart. Der große aufgezogene Holzschnitt „Feengarten“ weist 1998 auf seine überdimensionalen Holzschnitte hin. Die „Bilderschrift“ hat 2012 genau einen Benutzer, nämlich Veit Hofmann... Und „CKE II“ ist 2011 eine magisch-mystische Bildformel. Sogar der „Roland“ ist 2013 ganz individuell-elitär, kein einfacher hölzerner Markgraf der Bretagne, des Favoriten Einhards im Sagenkreis Karl des Großen. Ich danke Veit Hofmann für dieses bunte Feuerwerk an nahezu extraterrestrischen Formfindungen.

Ausstellung bis 16. Januar galerie am blauen wunder, Pillnitzer Landstraße 2, Sa 14–18 Uhr

Gunter Ziller

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