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Welterbe-Netzwerk Dresden kritisiert die sächsische Regierung

Welterbe-Netzwerk Dresden kritisiert die sächsische Regierung

Das Netzwerk Welterbebewegung in Dresden sieht in Sachsen kein gutes Pflaster für neue Anträge zur Aufnahme in die Unesco-Liste. „Es kann als sicher gelten, dass die Landesregierung kein Interesse an weiteren Welterbestätten hat", erklärte das Netzwerk am Freitag in Dresden.

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Deutschlands älteste Gartenstadt Hellerau soll Weltkulturerbe werden.

Quelle: Matthias Hiekel

Die zurückhaltenden Reaktionen auf Bestrebungen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und der Montanregion Erzgebirge sprächen Bände.

Prinzipiell begrüße man die geplante Bewerbung der Gartenstadt Hellerau. Zunächst müsse aber politisch aufgearbeitet werden, wie es zum Verlust des Welterbetitels für das Dresdner Elbtal kam. Sonst mache man sich „nur ein zweites Mal lächerlich". Das Netzwerk spielte damit auf die Querelen um die Waldschlößchenbrücke an. Der Titel für das Elbtal ging verloren, weil die umstrittene Brücke nach Ansicht der Unesco die Sicht auf das landschaftlich reizvolle Tal beeinträchtigt.

Nach Angaben des Netzwerkes, das sich nach eigenem Bekunden trotzdem noch immer regelmäßig trifft, sind die Rahmenbedingungen für eine neue Bewerbung Dresdens schlecht. Mit Kurt Biedenkopf und Georg Milbradt (beide CDU) hätten zwei Regierungschefs die „offene Konfrontation mit der Unesco gesucht", ihr Nachfolger Stanislaw Tillich (CDU) habe sich von dieser Position bislang nicht ansatzweise distanziert.

Sachsen kann bis Herbst 2012 zwei neue Projekte für die nationale Vorschlagsliste anmelden. Dafür ist auch die Gartenstadt Hellerau im Norden Dresdens im Gespräch. Sie war 1909 bis 1914 nach den Leitideen der Lebensreformbewegung erbaut worden. 2009 hatte die Unesco mit dem Dresdner Elbtal erstmals eine Kulturstätte von ihrer Welterbeliste gestrichen. Die Waldschlößchenbrücke kostet nach aktuellen Schätzungen bis zu 182 Millionen Euro und soll 2012 fertig sein.

dpa

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